Düren: Kita Villa Winzig: Schimmelbefall und völlig desolate Balken

Düren: Kita Villa Winzig: Schimmelbefall und völlig desolate Balken

Die Mängel sind gravierend: Beim Ortstermin in der Kindertagesstätte „Villa Winzig“ in der Meckerstraße in Nord-Düren zeigte Hans-Willi Schroeder, Sachgebietsleiter beim Amt für Gebäudemanagement der Stadt Düren, den Eltern Schimmelbefall und völlig desolate Balken. Schroeder berichtet von einem Ameisennest, das in der Kita gefunden worden ist, außerdem müssten Fenster erneuert werden.

Wie berichtet ist die Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Villa vor allem in den oberen Geschossen so marode, dass sich eine Sanierung des Gebäudes aus Sicht der Verwaltung nicht mehr lohnt. Da in der Grundschule St. Joachim acht von 20 Klassenräumen nicht genutzt würden, biete sich ein Umzug in das etwa einen Kilometer entfernte Gebäude an, so das Rathaus. Die Eltern der 32 Jungen und Mädchen, die derzeit in der Kita spielen, sehen das anders.

„Ich möchte, dass mein Kind in diesem schönen Altbau bleibt“, so eine Mutter. „Und nicht, dass sie in einem 60er-Jahre-Bau untergebracht werden.“ Eine andere Mutter befürchtete, dass es nicht funktionieren könne, Kindergarten- und Grundschulkinder in einem Gebäude zu betreuen. Hans-Willi Schröder und der technische Beigeordnete der Stadt Düren, Paul Zündorf, erläuterten die gravierenden baulichen Mängel des Gebäudes an der Meckerstraße, das dem Landschaftsverband Rheinland gehört und das die Stadt in Erbpacht führt.

Jugendamtsleiter Ansgar Kieven erklärte, warum ein Umzug in die Grundschule St. Joachim aus pädagogischer Sicht sinnvoll sei. Die Räume der Grundschule, so Kieven, seien größer und barrierefrei. „Hier ist Inklusion möglich“, so Kieven. Natürlich sei es immer schwierig, eine angestammte Einrichtung aufzugeben. „Pädagogisch gesehen bringt ein Umzug aber eine Verbesserung.“ Heute berät der Rat über den Umzug der Kita.

(kin)
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