Modellprojekt wird Realität: Kita-Erweiterung der „Kreismäuse“ offiziell eröffnet

Modellprojekt wird Realität : Kita-Erweiterung der „Kreismäuse“ offiziell eröffnet

Für Elke Ricken-Melchert wird mit der Eröffnung der Kita „Kreismäuse“ ein Traum „endlich Wirklichkeit“. Sie ist die Geschäftsführerin des Trägervereins „Kinderbetreuung Kreismäuse“. Vor rund zwölf Jahren war der Betriebskindergarten „Kreismäuse“ noch ein Modellprojekt, um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können.

Bereits mit vier Monaten können die Kinder zu „Kreismäusen“ werden. „Ich habe immer wieder die Frage gehört: ‚Wie kann man Kinder so früh abgeben?‘“, sagt Ricken-Melchert. Aber die Anfragen waren da und mehrten sich. Aus zwölf „Kreismäusen“ in einer Gruppe (2006), verteilen sich heute 131 Kinder auf sieben Gruppen.

Zwei U3-Gruppen sind für den Nachwuchs von Verwaltungsangehörigen vorgesehen, die restlichen Gruppen, ab zwei und drei Jahren, offen für alle. Die „Kreismäuse“ haben auf etwa 1800 Quadratmetern inmitten von Verwaltungsgebäuden genug Platz zum Spielen, Toben und Lernen. „Den nächsten freien Platz können wir erst wieder 2020 vergeben“, sagt Ricken-Melchert.

Jede Gruppe hat eigene Spiel-, Ruhe- und Waschräume. Es gibt einen Bewegungszimmer, wo sich die Kinder austoben können, einen Therapiebereich für Kinder mit besonderen Bedürfnissen und einen „Snoezelraum“, wo mit Lichtspielen und Duftelementen die sensitive Wahrnehmung verbessern soll.

14 Millionen Euro hat die Firma F&S concept in das viertstöckige Gebäude investiert, wovon zwei Stockwerke für die Kita eingerichtet sind. „Wir wollten eine Vorzeigekita bauen und waren vom ersten Tag an zielorientiert“, sagt Investor Georg Schmiedel. Der Zeitplan ist aufgegangen. Nach einem Jahr Bauzeit ist das moderne Gebäude fertiggestellt.

Holprige Anfangszeit

„Es ist die größte Kita im Kreisgebiet“, wie Landrat und Vorsitzender des Trägervereins, Wolfgang Spelthahn (CDU), sie in seiner Begrüßungsrede einordnete. Die Leiterin der Einrichtung, Heike Holz, war sichtlich bewegt von ihrem neuen Arbeitsumfeld und vor allem den Eltern gegenüber dankbar, die in einer teilweise holprigen Anfangszeit des neuen Kitaalltags viel Verständnis zeigten. Seit Ende Juli ist bereits Betrieb im Gebäude.

Zum Abschluss der Eröffnung und als Höhepunkt des Festes weihten die Kinder tanzend ihre neue Kita ein und sangen im Hof das eigene „Kreismäuse“-Lied, bevor sie Luftballons in die Höhe fliegen ließen. Das moderne Gebäude steht nun bereit, mit Leben und Herz gefüllt zu werden.

(anne)
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