Düren: Kinder von 48 Familien werden betreut

Düren: Kinder von 48 Familien werden betreut

Der Nachbarschaftsverein Rotterdamer Straße ist jetzt zehn Jahre alt und das wurde ordentlich gefeiert. Dieser Verein ist eine einmaligen Einrichtung, die nur das eine Ziel hat, dem Nachbarn beizustehen. Und zwar in einer Vielzahl von täglichen, immer wieder auftretenden Angelegenheiten des Alltags.

Es wird ehrenamtlich gearbeitet, Sorgen und Nöte werden besprochen und Kinder von 48 Familien werden betreut, die in der Wohnanlage Rotterdamer Straße vereint sind.

Dabei gibt es keine Vereinsbeiträge, hier müssen Eltern und Gönner aus besonderen Anlässen bereit sein, schon mal eine Kleinigkeit bei einer Verlosung zu kaufen, damit die Finanzierung und Durchführung einer Maßnahme stattfinden kann.

Stadt und Kirche helfen

Jüngst war es das Erntedankfest, das finanziert werden musste. Finanzielle Unterstützung kommt von der Stadt Düren und von der Evangelischen Kirche. Irma Steinmetz, Vorstandsmitglied seit der Gründung und seit 2004 Vorsitzende, hat das „Unternehmen” im Griff. Zum Vorstand gehören außerdem Viktoria Moor, Christina Aschauer und Lilli Sirkaschev. Das ist der engere Kern des verantwortlichen Gremiums, das - vom Kindertreff bis zu Ämtergängen - den Familien in der Wohnanlage hilft.

Prominente Gäste

Im Rotterdamer Express, einer Sonderinformation für neue Mieter, erfahren „Neuankömmlinge”, wie und wo ihnen geholfen werden kann. Natürlich besteht auch eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Verein und der Wohnanlage im Osten der Stadt.

So war es verständlich, dass SPD-Ratsherr Peter Koschorreck, die Aussiedlerbeauftragte der Stadt Düren für vorwiegend russische Aussiedler Gisela Mechlynsky, die stellvertretende Bürgermeisterin Gaby Freitag und Simone Schneider, die seitens der Pfarrgemeinede St. Lukas in der mobilen Jugendarbeit eingesetzt wird, zum Erntedankfest gekommen waren.

„Wir haben uns in dieser Wohnanlage zusammen geschlossen, damit wir als Mieter mit all den Sorgen gut zusammen arbeiten können”, betonte die Leiterin der Wohnanlage, Irma Steinmetz.

Der Nachbarschaftsverein setzt sich ein für eine gute Nachbarschaft mit gegenseitiger Rücksichtnahme, für gutes und angenehmes sowie preisgünstiges Wohnen in einer angenehmen Umgebung und für gute Bedingungen für das Aufwachsen der vielen Kinder. Außerdem werden als Ziele genannt: gegenseitige Hilfe, gemeinsames Handeln, da wo es sinnvoll und notwendig ist, Nutzung und Erhalt des Gemeinschaftsraumes für nachbarschaftliche und private Aktivitäten sowie die Herausgabe des Rotterdamen Express, einer Zeitung von Mietern für Mieter.

Eine Sonderausgabe dieser Zeitschrift wurde anlässlich des Zehnjährigen Bestehens vorgelegt.