Merken: Kinder üben sich bei den Ferienspielen als Archäologen

Merken : Kinder üben sich bei den Ferienspielen als Archäologen

Auch in diesem Sommer nutzten 30 Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren das Ferienspielangebot des Jugendheims St. Peter in Merken. Seinen Anfang nahm das Programm mit einem abwechslungsreichen Kennenlerntag vor Ort.

Wie in den Jahren zuvor gestalteten die Kids bunte Motto-T-Shirts. Viele trugen von da an die Autogramme ihrer Mitteilnehmer stolz auf dem Rücken.

Im Anschluss startete eine lustige Tausch-Rallye quer durch Merken. In Gruppen aufgeteilt lautete die Aufgabe, einen Tannenzapfen möglichst gegen einen immer hochwertigeren Gegenstand zu tauschen. Die Merkener machten dabei bereitwillig mit, und so brachten die Kinder und ihre Betreuer eine beachtliche Ansammlung von Tauschobjekten zurück ins Jugendheim: vom Radio bis zum Kaffemilchschäumer.

Den Nachmittag rund machte schließlich das Team des „Schnellen Emils“ ab.

Besonderes Angebot

Am zweiten Tag fuhr die gesamte Belegschaft zum Spielplatz Domein Bokrijk in der Nähe von Genk. Ein besonderer Höhepunkt erwartete die Kinder, als die Tour zum Landschaftsverband Rheinland nach Titz-Höllen führte. Bei der Außenstelle des Amtes für Bodendenkmalpflege gab es ein ganz besonderes Angebot.

Kleine Archäologen waren gefragt. Mit einem lebendigen Vortrag führte Museumspädagogin Brigitte Stelter ihr junges Publikum in die Welt der Ausgrabungen vom Mittelalter über die Römerzeit und noch viel frühere Epochen ein.

Dann ging es hinaus aufs Außengelände. Schaufeln, Spachtel, Pinsel, Eimer und Schubkarren waren rasch verteilt. Und schon begann die Graberei nach alten Artefakten, die dann auch reichlich ans Tageslicht befördert wurden inklusive einer alten Brunnenanlage. Später wurden die Funde im Labor gereinigt und katalogisiert. Die Kinder hatten einen Riesenspaß, auch gegen Ende des Tages, als der Ausflug seinen Abschluss mit der Besichtigung einer eisenzeitlichen Hofanlage auf dem Gelände der Außenstelle fand. Feuer wurde natürlich auch gemacht.

Nach soviel Bildungsprogramm in der Mitte der Ferienspielwoche folgten eine Fahrt nach Kalkar zum Freizeitpark Kernie’s Wunderland und am letzten Tag mit dem obligatorischen Abstecher ins Bubenheimer Spieleland.

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