Kreis Düren: Keine Futsalbälle: Kreis Düren setzt auf den großen Fußball

Kreis Düren: Keine Futsalbälle: Kreis Düren setzt auf den großen Fußball

Die Ausrichter der Fußball-Hallenturniere im Kreis Düren werden sich nicht mit einem neuen Ball anfreunden müssen. Zumindest bei den Erwachsenen-Turnieren wird nicht mit einem Futsalball gespielt.

Anders ist es im benachbarten Fußballkreis Aachen. Dort ist ab sofort bei allen Hallenturnieren der kleinere und und geringer aufgepumpte Futsalball vorgeschrieben.

Der Futsalball ist kleiner (Größe 4) als der Standardfußball (Größe 5), hat aber das gleiche Gewicht. Relativ zur Größe ist er damit etwas schwerer als der Standard-Fußball. Außerdem liegt der Druck bei 0,4 bis 0,6 bar statt 1 bar Überdruck beim üblichen Fußball. Dadurch prallt und springt der Ball weniger und soll in der Halle dem Verhalten eines Fußballs auf Rasen näher kommen. So soll ein sicheres Kombinationsspiel gelingen. Der Ball wird meistens flach gespielt. So soll die Härte aus dem Spiel genommen werden, die im Fußballkreis Aachen zuletzt vermehrt zu Zuschauerausschreitungen während der Hallenturniere geführt hatte.

Im Fußballkreis Düren hat es derart heftige Krawalle bislang noch nicht gegeben. Vielleicht auch deshalb ist der Futsalball zumindest bei Erwachsenen-Turnieren kein Thema. Fußballkreis-Vorsitzender Manfred Schultze: „Im Jugendbereich werden wir ständig darum gebeten, den Futsalball einzusetzen. Bei den Erwachsenen gibt es hingegen hauptsächlich Ablehnung.“ Schließlich müssten bei der Änderung des Balles auch kleinere Tore, statt der großen Hallentore mit fünf Metern Breite, aufgestellt werden. Schultze: „Solange uns der DFB oder der Verband nicht Futsalbälle vorschreibt, werden wir bei Erwachsenenspielen weiter die großen Bälle einsetzen.“

Diese eindeutige Auskunft freut Hans Hinzen, der in Düren die bundesweit beachteten Fußball-Turniere für C-Junioren und D-Junioren mit Beteiligung von Jugendteams namhafter Bundesligavereine organisiert. Dadurch, dass bei diesen Turnieren mit einem üblichen Fußball auf große Hallentore gespielt werde, bekämen die Zuschauer wenigstens interessante Begegnungen und zahlreiche Treffer zu sehen. Hinzen: „Bei unserem letzten Turnier fielen 157 Tore. Wir hatten an beiden Tagen in der Arena fast 3500 Zuschauer. Wenn wir mit Futsalbällen spielen würden, käme doch keiner mehr. Das hat doch mit Fußball nichts mehr zu tun.“

(oha)
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