Große Sitzung der KG "Ahle Schlupp" aus Kreuzau

KG „Ahle Schlupp“ : Urwüchsiger, traditioneller Fastelovend in Kreuzau

So ist es immer: Wenn die KG „Ahle Schlupp“ zur großen Sitzung lädt, ist die Festhalle beim Einzug von Präsident, Elferrat und Prinz rappelvoll.

So huldigte auch in diesem Jahr Kreuzau seinem Prinzen und Gerd I. dankte seinem närrischen Volk mit einer humorvollen Thronrede, nachdem Präsident Peter Kaptain die erste von vier Sitzungen in dieser Session eröffnet hatte. Gleich anschließend nahm der Schluppe-Chor mit seiner Nummer „Beim Golfe op Mallorca“ Bezug auf ein Hobby des Prinzen und sein bevorzugtes Urlaubsziel.

Von Kreuzau nach Paris

Nach dem Mariechentanz von Anne Nolden wechselte die Szenerie von Kreuzau nach Paris. Dort traf Uschi Bauer als „Model SE“ den „Klamotte-Karl“, mit Nachnamen Lagerfeld. Das SE stehe übrigens für ihre Größe „Small Elephant“, und als Lagerfeld sie bei ihrem Sturz vom Eifelturm aufgefangen habe, sei er ganz schön platt gewesen, berichtete sie. Daher dürfte er kaum das Lied gesungen haben, das Ulrike Müller dann zum Besten gab, denn das hieß „Darling dich hat der Himmel geschickt. Bei einem Titel beließ es die Prinzengarde aber nicht, die anschließend zu einem klassischen Medley tanzte.

Basti Bauer und Manuel Jörres zogen als „Zwei däm Herrjott jood Jelongene – dä Schmal on die Nas“ in ihrem Zwiegespräch nicht nur die Nachbarn aus Winden durch den Seem. Einen runden Geburtstag feierte die Männergarde „Schermedröht“ mit einer Neuauflage einiger Nummern aus ihrem exakt 40-jährigen Bestehen, ehe die „Stäänschnuppe“ mit einer Gesangsnummer den ersten Teil abschlossen.

Gleich nach der Pause bewiesen die Kreuzauer wieder einmal, wie viele Ideen, wie viel Können und Spaß an den Darbietungen die 150 aktiven Mitglieder des „Ahle Schlupp“ aufbringen. Die Gesellschaft schafft es immer wieder, nur mit eigenen Kräften urwüchsigen, traditionellen Fastelovend auf anspruchsvollem Niveau auf die Bühne zu bringen. Die „Fötchesföhler“ zeichneten in einem hervorragend inszenierten und äußerst humorvollen Schattenspiel „Et Levve von nem Kreuzauer Fastelovendsjeck“ nach und erhielten dafür den verdienten riesigen Applaus.

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