Karneval: Der Elfte im Elften in Düren

Sessionsstart am Wirteltorplatz : Wenn bunte Blätter und Kamelle fallen

Bei strahlendem Sonnenschein fielen am 11.11. nicht nur goldgelbe Blätter auf die Jecken auf den Wirteltorplatz herab, sondern auch die ersten Kamelle von Kinderprinz Julius I. „Wenn der Wind nicht wäre, könnte man meinen, es wäre das Ende und nicht der Anfang der Session“, meinte Bürgermeister Paul Larue (CDU), der die Karnevalsfreunde, die zu mehreren Hundert gekommen waren, freudig begrüßte.

„Es wird jedes Jahr voller und irgendwann haben wir die Besucherzahlen von Köln erreicht“, scherzte Peter Schmitz, Präsident des Festkomitees, bevor er den Countdown zum Sessionsauftakt herunterzählte.

Um das Publikum nach den einleitenden Worten in Schwung zu bringen, präsentierten das Prinzenpaar Heinz I. und Petra II. sowie Julius I. ihre Sessionslieder. Der Kinderprinz legte gleich noch einen drauf und schmetterte einen Karnevalsmedley, in das die Zuschauer begeistert einstimmten. Peter Schmitz sagte anerkennend, er kenne kaum jemanden mit so viel Energie. „Sobald das Trömmelche geht, fängst du an zu springen, Julius.“

Getanzt und gesungen wurde auch in der Gaststätte „Zum Franziskaner“. Dort war es proppenvoll, schweißheiß und extrem fröhlich. Die „Bremsklötz“ hatten dort zum Kneipenkonzert eingeladen – und viele Jecke aus Düren und Umgebung waren dem Ruf gefolgt, um zu bekannten kölschen Fastelovendshits, Schunkelmelodien und eigenen Liedern zu feiern. So auch eine Damengruppe der KG „Frohsinn“ Oberzier. Dass sie am 11.11. nicht in Köln sind, ist in diesem Jahr zwar dem St. Martin-Umzug im Dorf geschuldet. Aber in Düren hat es ihnen trotzdem bestens gefallen. „In einer Kneipe mit den richtigen Leuten und dieser Musik ist es egal, ob man in Köln oder Düren ist“, sagen sie unisono. Anderen Jecken liegt es vor allem am Herzen, den Karneval in der Heimat zu unterstützen. Und so haben sie ausgelassen gesungen, geklatscht, geschunkelt und einen gelungenen Sessionsstart gefeiert.

Tolle Stimmung beim Kneipenkonzert der „Bremsklötz“. Foto: ZVA/Sarah Maria Berners
(wel/smb)
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