Nideggen: Kann die Stadt Nideggen weitere Windräder verhindern?

Nideggen : Kann die Stadt Nideggen weitere Windräder verhindern?

Kann die Stadt Nideggen potenzielle Konzentrationszonen für die Windenergie auf Null reduzieren? Mit dem lange erwarteten neuen Erlass der Landesregierung, der vorsieht, dass beim Bau von Windrädern ein Abstand von 1500 Metern zur Wohnbebauung eingehalten werden müssen, könnte das nun gelingen.

Die Stadt Nideggen hatte im März ihre Planung zur Ausweisung der entsprechenden Flächen unterbrochen, um die Entscheidung der Landesregierung abzuwarten.

In der kommenden Sitzung des Bauausschusses am Dienstag schlägt die Verwaltung nun vor, die Planung wieder aufzunehmen und das zuständige Planungsbüro zu beauftragen, die Auswirkungen des Erlasses und vor allem die Änderungen im Landesentwicklungsplan entsprechend zu berücksichtigen. Bereits zur Sitzung im März hatten die Planer einen ersten Entwurf vorgelegt, in dem die neuen Abstandgrenzen schon berücksichtigt worden waren.

Eine Fläche bleibt übrig

Demnach würde von den drei im bisherigen Verfahren übrig gebliebenen Flächen zwischen Nideggen und Thuir sowie Wollersheim und Vlatten nur noch ein Areal zwischen Berg und Vlatten als mögliche Fläche für Windkraftanlagen in Frage kommen. Gleichzeitig würde sich diese Fläche von bisher vorgesehenen 67,7 auf 13,2 Hektar reduzieren.

„Ziel sollte es sein, die maximal vertretbaren Abstände und die maximal hohe Anerkennung der vorhandenen Anlagen in die Berechnung rechtssicher einarbeiten zu können“, heißt es in der entsprechenden Sitzungsvorlage der Verwaltung. Eine Entscheidung über die sogenannten Potenzialflächen wird es frühestens im Herbst geben.

Das bedeutet allerdings noch nicht, dass auf dieser Fläche tatsächlich auch Windkraftanlagen gebaut werden können. Dazu müsste nach Auskunft der Verwaltung eine weitere Artenschutzprüfung erfolgen. Die wird — beauftragt die Stadt sie nicht selbst — vom möglichen Betreiber einer Anlage gefordert und dauert mindestens ein Jahr.

(bugi)
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