Düren/Nörvenich/Inden: Kabel, Rolltore und Schienen: Metalldiebe schlagen zu

Düren/Nörvenich/Inden: Kabel, Rolltore und Schienen: Metalldiebe schlagen zu

Dreiste Metalldiebe haben das lange Pfingstwochenende offenbar gezielt dafür genutzt, gleich mehrere Verbrechen im Kreis Düren zu begehen. Am Dienstagmorgen wurden drei Tatorte bekannt, an denen größere Mengen Metall entwendet wurden - darunter auch Teile einer Gleisanlage.

Im Gewerbegebiet von Inden-Pier, nahe der Bundesstraße 56, hatten die Täter auf einem Betriebsgelände einige Zaunelemente gewaltsam geöffnet und von diversen Baumaschinen Kabel abgeschnitten. Da sie sicherlich auf das darin enthaltene Metall spekulierten, nahmen sie die Kabelstränge ebenso mit wie eine mit metallenen Kleinteilen gefüllte Gitterbox, die alleine ein Gewicht von gut 600 Kilogramm gehabt haben dürfte.

Auch ein Metall verarbeitender Betrieb im Birkesdorfer Gewerbegebiet in der Straße „Am Langen Graben“ bekam ungebetenen Besuch: Zwar ist noch ungeklärt, wie sich die Täter Zutritt zum Gelände verschafften, dafür steht aber fest, dass jede Menge Rohmetall, aber auch bereits fertig montierte Aluminiumelemente und mehrere Rolltorbehänge abtransportiert wurden.

Am sehr ländlich gelegenen Betriebsbahnhof Bubenheim in der Nähe von Rommelsheim wurden größere Teile der Gleisanlage abgebaut und weggeschafft. Insgesamt - so stellte der Streckenbetreiber am Dienstagvormittag fest - fehlen etwa 80 Meter Schienen, die vor Ort vermutlich mit professionellem Gerät demontiert und zum besseren Abtransport in Stücke zerlegt worden waren. Das Gesamtgewicht des gestohlenen Gleismetalls wird auf gut vier Tonnen geschätzt.

Weitere 100 Meter Schienen waren bereits demontiert und zum Abtransport vorbereitet gewesen, waren aber noch vor Ort. Die Demontage des Diebesguts muss Stunden gedauert und Lärm verursacht haben. Natürlich muss mindestens ein Lastwagen eingesetzt worden sein.

Die Gesamtschadenssumme an den drei Tatorten wird auf mehr als 10.000 Euro geschätzt. Die Polizei bittet dringend um Hinweise auf Beobachtungen von verdächtigen Personen oder Fahrzeugen an die Rufnummer der Einsatzleitstelle unter 02421/949-6425.

(red/pol)