Nideggen: K32: Sanierung auf Probe

Nideggen : K32: Sanierung auf Probe

Der frühere Nideggener Ratsherr Rudolf Bogedain ist sauer: „Das ärgert mich maßlos.“ Zum Wochenanfang klingelten bei ihm Bauarbeiter und empfahlen ihm, sein Auto besser eine Straße weiter zu parken, weil er es ansonsten die ganze Woche nicht nutzen könnte. Der Grund: Bogedain wohnt in der Rather Straße, der K32, und die wurde in dieser Woche komplett gesperrt, um sie zu sanieren.

Bogedain ist gleich doppelt verärgert. Zum einen, weil die sehr kurzfristige Ankündigung der Maßnahme für ihn einen größeren Aufwand bedeutete („Meine Frau ist schwer pflegebedürftig. Wir sind auf die Zufahrt zum Haus angewiesen.“), zum anderen, weil schon 2016 der Wasserverband Gödersheim die Straße aufreißen musste, um dort eine neue Kanalleitung zu verlegen. „Das hätte man doch auch besser koordinieren können“, ärgert sich Bogedain. „Immerhin erteilt die gleiche Behörde die Genehmigung, die jetzt schon wieder die Straße aufreißt.“

Hans Martin Steins kann den Ärger als zuständiger Dezernent beim Kreis Düren nachvollziehen. „Wenn die Ankündigung der Arbeiten wirklich so kurzfristig erfolgt ist, tut mir das leid“, betont er. „Ursprünglich wollten wir tatsächlich in 2016 mit der Sanierung beginnen. Es ist uns vom Straßenverkehrsamt nicht genehmigt worden.“

Steins hat auch noch eine schlechte Nachricht parat: Es kann sein, dass die Straße in zwei Jahren erneut aufgerissen werden muss. Das hat einen besonderen Grund. „Wir haben diese Woche auf einem Abschnitt von 100 Metern eine Probesanierung vorgenommen und ein Gewebe mit statischer Funktion in die Straße eingesetzt.

Der Vorteil ist, dass wir so den Unterbau nicht erneuern müssen und eine Sanierung nur ein Drittel kostet.“ Der Nachteil: Ob dieser Art der Sanierung an dieser Stelle funktioniert, weiß man erst nach ein oder zwei Jahren. Steins: „Wir haben aber mit dieser Methode an anderen Stellen schon positive Erfahrungen gemacht.“

(bugi)