Düren: Junge Mütter werden fit gemacht

Düren: Junge Mütter werden fit gemacht

„Unser Haus ist eine wertvolle Ergänzung für die Hilfelandschaft in Düren. Ein Mutter-Kind-Haus hat es bisher hier noch nicht gegeben.” Raymund Schreinemacher, der Leiter des Dürener Kinderheimes St.-Josef, ist froh.

Auf dem Gelände „seines” Kinderheimes entsteht derzeit das neue „Haus Maria”, in dem ab Oktober bis zu sechs junge Mütter mit ihren Kindern wohnen können. Donnerstag wurde auf dem Gelände im Dürener Osten Richtfest gefeiert.

„Wir wollen”, so Schreinemacher, „mit diesem schönen großen Haus ganz klar Ja zum Leben sagen. Und damit auch Nein zur Abtreibung.” Das Haus, das übrigens rund eine Million Euro kosten wird, soll für junge Müttern ein Zuhause werden, die nicht rund um die Uhr alleine für ihr Kind sorgen können, die vielleicht selbst noch minderjährig sind oder denen die nötige Reife für ein selbstverantwortliches Leben mit Kind fehlt. Raymund Schreinemacher: „Wir möchten auch die Babys fördern so gut es geht. Aber wir wollen in erster Linie die Mütter befähigen, irgendwann alleine klar zu kommen. Wir wollen sie stärken, auch im Hinblick auf Schulabschluss und Berufsausbildung, damit sie nicht von einer Abhängigkeit in die nächste rutschen.”

Die jungen Mütter leben mit ihren Kindern in rund 40 Quadratmeter großen Appartements, zudem birgt Haus Maria etliche Gemeinschaftsräume. Leiterin der Einrichtung wird Sabine Dahlmeyer.

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