Düren: Junge Ideen für eine alte Halle

Düren: Junge Ideen für eine alte Halle

Innenstadtforen der Stadt Düren sollen Ideen-Schmieden sein, zur Diskussion anregen und im Idealfall dazu führen, Düren mit anderen Augen zu sehen. „Sonst wird sich nichts verändern“, sagt Baudezernent Paul Zündorf am Mittwoch in einem ehemaligen Fahrradgeschäft an der Kölnstraße.

Das derzeit leer stehende Ladenlokal war gewissermaßen Schauplatz einer Ideen-Börse: Gymnasiasten aus Düren zeigten, wie sie sich die Entwicklung der Stadt vorstellen. Sie sind eingebunden in den Masterplan-Prozess, der seit gut einem Jahr läuft und an dessen Ende die Stadt attraktiver sein soll.

Entwürfe ausgestellt

Das frühere Fahrradgeschäft wurde aber auch zum Ausstellungsort. Die Schüler zeigten ihre Entwürfe, von denen sich viele mit der Stadthalle beschäftigen. Unter der Überschrift „Zukunft sieht anders aus“ entwickelten die Jugendlichen Modelle, wie das aus den 1950-er Jahren stammende Gebäude genutzt werden könnte. Zum Beispiel mit einer Gastronomie und als Eishalle. Diese Idee hat Jasmin Schulz, Neuntklässlerin des St.-Angela-Gymnasiums.

Nachdem in Eschweiler die Eishalle geschlossen hätte, gäbe es zwischen Aachen und Köln keine Angebote, um Schlittschuhe zu laufen. Also Düren. Also die Stadthalle. Dazu mussten sich die Schüler mit der Architektur beschäftigen, in schriftlicher Form. Auch das war Teil des Projektes, das im Rahmen des Kunstunterrichtes umgesetzt wurde. „Ich würde den Bezug zu den 50-er Jahren erhalten“, sagt Jasmin Schulz, deren Arbeit mit einer Zwei plus bewertet wurde.

In dieser Art ließen sich die Schüler weitere Projekte einfallen. Die Stadthalle könnte ebenso gut ein schickes Geschäftshaus werden, natürlich mit den Läden, die bei jungen Leuten derzeit angesagt sind. Primark etwa. Vorstellbar sind auch eine Milchbar, ein Jugendtreff, ein Riesenschwimmbad oder eine Tanzschule.

Leute befragt

Neben der Angela-Schule sind das Wirteltor- und das Rurtal-Gymnasium beteiligt. Letzteres führte eine Befragung durch, die während des Innenstadtforums am Mittwoch präsentiert wurde. 100 Personen äußerten sich zu den Themenfeldern Wohnen, Arbeiten, Shopping, Gastronomie oder Freizeitmöglichkeiten. Gefragt wurde auch nach den Bereichen Sauberkeit und Sicherheit, von beidem wünschten sich die Dürener mehr, hieß es am Mittwoch.

Nicht nur das ehemalige Fahrradgeschäft Gothe wurde für den gestrigen Tag als Ausstellungsraum genutzt, auch an anderen Stellen der Stadt wurden Ideen präsentiert. „Wir wollen, dass die Menschen stehenbleiben und sich das anschauen“, sagte Dr. Harald Heinz, Stadtplaner aus Aachen und für die Erstellung des Dürener Masterplanes verantwortlich. Die Ideen drückten aus, dass „es eine intensive Beschäftigung mit der Stadt gibt. Das sei wichtig, denn nur so könne eine Entwicklung stattfinden.