Langerwehe: „Joy of Gospel“: Der Beweis, dass Singen ganz viel Spaß macht

Langerwehe: „Joy of Gospel“: Der Beweis, dass Singen ganz viel Spaß macht

Darnita Rogers kann motivieren — ihren Chor und das Publikum. Beim Jubiläumskonzert anlässlich des zehnjährigen Chor-Geburtstages von „Joy of Gospel“ in der Pfarrkirche St. Martinus in Schlich hat sie beides eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Schon nach wenigen Minuten war der Funke zwischen Chor und Publikum in dem mit über 500 Menschen voll besetzten Gotteshaus übergesprungen — und die Menschen genossen ein Konzert, das gleichsam fröhlich und schwungvoll, manchmal aber auch melancholisch und ernst war.

„Joy of Gospel“ ist vor zehn Jahren nach einem Gospelworkshop mit Nikolaus Schlenker entstanden — und hat sich zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Mit Darnita und Kirk Rogers, die vor zwei Jahren gemeinsam die Chorleitung übernommen haben, hat „Black Gospel“ in Langerwehe Einzug gehalten, und „Joy of Gospel“ eine ganz neue Klangrichtung entwickelt.

Zum Jubiläumskonzert wurde der Chor zudem von Steve Steven (Gitarre), Michael Dahmen (Bass), Joel Zollmarsch (Schlagzeug) und Kirk Rogers (Keyboard) begleitet. Zu hören waren Lieder wie „It‘s Mighty Nice“, „King Jesus is Listening“, „I feel your Spirit“ oder „Lord Hold Me Now“ und „Oh Happy Day“. Als Solisten begeisterten Ira Krieger, Martina Claßen, Hildegard Simons, Bettina Merzenich, Patrick Weißer, Frenny Simons, Gudrun Schain und Diane Fricker. Bei allen Songs war vor allem eins spürbar: Das gemeinsame Singen bei „Joy of Gospel“ macht offensichtlich jede Menge Spaß.

Dazu kommt aber auch jede Menge Gefühl für die Gospelmusik und eine gehörige Portion Musikalität. Das Zusammenspiel mit der Band hat hervorragend geklappt, Einsätze und Lautstärke passten perfekt. Bewundernswert, dass Darnita und Kirk Rogers „ihrem Chor“ alle Lieder ohne Noten beibringen. Neben der Musik, so Frenny Simons, Vorsitzender von „Joy of Gospel“, sei es vor allen Dingen die Gemeinschaft, die diesen Chor ausmache. „Wir pflegen diese Gemeinschaft“, so Simons.

In diesem Chor sei der eine für den anderen da. Frenny Simons: „Dieser Chor ist auch ein großes Stück Lebensqualität. Und ich hoffe, dass er noch viele Jahre, von mir aus noch viele Jahrzehnte, Bestand haben wird.“ Das hoffen die Konzertbesucher von Sonntag vermutlich auch. Anders ist der große Applaus am Ende eines großartigen Gospelkonzertes in Schlich wohl kaum zu erklären.

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