Das letzte Konzert des Orgelherbstes: Johann Sebastian Bach perfekt umgesetzt

Das letzte Konzert des Orgelherbstes : Johann Sebastian Bach perfekt umgesetzt

Mit einem schönen Konzert mit Orgelwerken aus den vergangenen fünf Jahrhunderten endete der neunte Dürener Orgelherbst. Dafür saß die französische Organistin Soline Guillon an der Steinmeyer-Orgel in der Christuskirche in Düren und überzeugte mit ihrer nahezu perfekten Umsetzung der Werke der klassischen Musikgiganten.

„Es war sehr schön, dieses wunderbare Instrument und seinen Klang als Außenstehender zu erleben“, sagt Stefan Iseke, der Kantor der Christuskirche. „Das ganze Stimmengeflecht wiederzugeben, die Varianten an Klangfarben zu wählen, das ist der Organistin sehr gut gelungen“, meinte der Orgel-Kenner.

Soline Guillion konnte nicht nur die Originalwerke wiedergeben, sie spielte sie leidenschaftlich und mit einer glanzvollen Leichtigkeit und Weichheit. Sie schaffte es mit Finger- und mit Zehenspitzengefühl dieses 50 Jahre alte Instrument mit seinem prachtvollen Klang erklingen zu lassen und das Publikum zu begeistern. Die Vielstimmigkeit wiederzugeben, setzt eine sehr hohe Professionalität voraus. Man muss die einzelnen Stücke sehr gut kennen, die Orgel mit ihren Registern sehr gut beherrschen, um konzentriert die einzelnen Themen zu umzusetzen. Das alles ist der in Frankreich geborenen und in Jülich lebenden Organistin sehr gut gelungen.

Etwa 70 Zuhörer genossen ein sehr harmonisch gespieltes Orgelkonzert. Mit „Fiesta“ der Amerikanerin Emma Lou Diemer begonnen, dann mit Variationen über „More palatino“ von Jan Pieterszoon Sweelinck fortgesetzt, widmete sich die Organistin schließlich Felix Mendelssohn-Bartoldy und vor allem Jochen Sebastian Bach. Mit „Fantasia und Fuge g-moll“, einem der expressivsten Werke Bachs, endete das Konzert.

(jap)
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