Düren: Jede Menge Nervenkitzel und Adrenalin beim Auftakt der Annakirmes

Düren : Jede Menge Nervenkitzel und Adrenalin beim Auftakt der Annakirmes

Schausteller-Chef Hans-Bert Cremer spricht von einem „Kirmes-Auftakt nach Maß“ und auch Platzmeister Achim Greiff ist mit dem ersten Rummel-Wochenende sehr zufrieden. „Die Kirmes läuft, der Strom hat gehalten. Alle Karussells haben sich gedreht, die Bierleitungen haben funktioniert“, sagt Greiff.

Vieles, was ihn im Vorfeld des Rummels beschäftigt hätte, sei am Samstag völlig von ihm abgefallen. „Jetzt müssen wir uns nicht mehr mit Klagen oder anderen unschönen Sachen beschäftigen. Jetzt kann ich endlich wieder in die Kirmeswelt eintauchen. Und das ist es ja eigentlich, warum ich diesen Job so gern mache.“

Hoch und abwechslungsreich

Die Annakirmes 2018 präsentiert sich abwechslungsreich — und sehr hoch. Ob Freifallturm „Spin-Tower“, Kettenflieger „The Flyer“, Looping-Gigant „Infinty“ oder Riesenpropeller „XXL-Racer“ — beim Dürener Rummel reihen sich hohe und schnelle Fahrgeschäfte aneinander, bei denen man die Kirmes-Skyline zum Teil aus 80 Metern Höhe bewundern kann — Nervenkitzel und Adrenalin inklusive.

Gleichzeitig gibt es aber auch gemütliche Fahrgeschäfte. „Es ist wirklich für jeden etwas dabei“, sagt Melanie Beyer (23) aus Düren. „Mir hat es wahnsinnigen Spaß gemacht, mit dem Kettenflieger in 80 Metern Höhe durch die Luft zu rasen. Das war ein geiles Gefühl.“ Beyers Freund Marco Niederau (25) hat derweil auf die Flip-Flops und die Handtasche seiner Freundin aufgepasst. „Da würde ich niemals draufgehen“, erklärt der Hotelkaufmann. „Mir wird schon beim Zugucken schwindelig. Aber trotzdem sind solche riesigen Fahrgeschäfte eine Bereicherung. Sie machen die Annakirmes einfach interessanter.“

Neue Platzgestaltung

Mit der neuen Platzgestaltung — das Riesenrad steht zum Beispiel in diesem Jahr nicht an seinem angestammten Platz — und den neuen Fahrgeschäften ist auch der Schausteller-Chef mehr als einverstanden. „Ich bin von vielen Besuchern darauf angesprochen worden, dass wir einen tollen Platz haben, der viel zu bieten hat. Und ich denke auch, dass wir sagen können, dass wir eine sehr schöne Kirmes haben.“ Diskussionen um Klagen und Gerichtsentscheide würden während der Kirmeswoche hinten angestellt. Hans-Bert Cremer: „Aber wir sind uns natürlich bewusst, dass das Spannungsfeld zwischen Stadtverwaltung und Steuerausschuss bestehen bleibt.“

Schon seit zwei Jahren, ergänzt der Schausteller-Chef, „würden seine Kollegen und er versuchen, vermittelnd einzugreifen. „Aber viele Möglichkeiten haben wir nicht. Zum Glück will der Kirmesbesucher Spaß haben und spricht uns nur selten auf die vielen unschönen Diskussionen im Vorfeld der Kirmes an.“ Obwohl der Kirmesbetrieb wie immer nach den traditionellen drei Böllerschüssen um 11 Uhr gestartet wurde, gab es die offizielle Eröffnung mit Fassanstich im Festzelt erst um 20 Uhr.

Bürgermeister Paul Larue (CDU) und Steuerausschuss-Vorsitzender Hubert Cremer (FDP) freuten sich auf das „Fest der Feste“ in Düren. Hubert Cremer: „Wir haben den Rummel-Freunden höher und schneller versprochen. Dieses Versprechen haben wir gehalten.“ Gehört haben seine Worte fast nur Dürener Politiker — zum Fassanstich kamen kaum Kirmesbesucher ins Zelt. Die waren lieber auf dem Platz unterwegs.

Mit den Besucherzahlen am ersten Wochenende waren die Verantwortlichen zufrieden — auch wenn sich der Andrang am schwülen Samstagnachmittag noch etwas in Grenzen hielt. „Am Abend“, so Greiff, „wurde es dann aber richtig voll. Und auch am Sonntag war der Platz schon früh gut besucht. Wir können zufrieden sein.“ Auch deshalb, weil der Kirmesauftakt friedlich verlaufen ist.

Die Polizeipräsenz war groß und deutlich spürbar, Rettungskräfte und Ordnungshüter meldeten einen „ruhigen Kirmesauftakt ganz ohne besondere Vorkommnisse“.