„Weihnachtsoratorium“: „Jauchzet, frohlocket“ in der Pfarrkirche

„Weihnachtsoratorium“ : „Jauchzet, frohlocket“ in der Pfarrkirche

Ein Orchester und zwei Chöre führen das „Weihnachtsoratorium“ von Bach in Langerwehe auf. Hunderte Besucher lauschten den Musikern.

Über 250 Besucher wollten in der Pfarrkirche St. Martin in Langerwehe das „Weihnachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach hören. Das Konzert beinhaltete die Kantaten I bis III des „Weihnachtsoratoriums“ unter der Gesamtleitung von Dirigent Martin Jung. Er brachte das Orchester „Solist Aquensis“ mit dem St.-Martinus-Kirchenchor und mit dem Kapellenchor Jüngersdorf für dieses Konzert zusammen. Unterstützung erhielten sie außerdem von den Solisten Charlotte Watzlawik (Sopran), Eva Nesselrath (Alt), Marcel Oleniecki (Tenor) und Andranik Fatalyan (Bass).

Sechsteiliges Oratorium

Das „Weihnachtsoratorium BWV 248“ ist ein sechsteiliges Werk von Johann Sebastian Bach aus den Jahren 1734 und 1735, das der berühmte Komponist für Orchester, gemischten Chor und vor allem für Solisten geschrieben hatte. Das Oratorium ist die Vertonung der neutestamentarischen Weihnachtsgeschichte, beispielsweise wird im ersten Teil die Geburt Jesu behandelt und mit der Aufforderung „Jauchzet, frohlocket“ werden auch die Gemeinde und Zuschauer direkt angesprochen und mit eingebunden.

Die Organisation des „Weihnachtsoratoriums“ in Langerwehe war ein gewaltiger Kraftakt. „Wir können das Konzert nur alle zwei Jahre veranstalten“, sagte Martin Jung. Das Zusammenspiel zwischen den Chören und dem Orchester, das Einbinden der Solisten, der Kartenverkauf und so weiter sei zeit- und kostenaufwändig. Aber die gefüllte Pfarrkirche St. Martin zeigte, dass sich der Aufwand lohnt.

(tj)
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