Düren: Jakob Morgel rettet die Ehre der Dürener

Düren: Jakob Morgel rettet die Ehre der Dürener

Das Blut läuft aus seiner Nase. Jakob Morgel kämpft. Seine Augen starren den Gegner an. Innerhalb von Sekunden holt Morgel aus und seine Hand fliegt dem Gegenüber ungebremst gegen die Schläfe. Die rund 500 Zuschauer um den Boxring im vollen Festzelt auf dem Annakirmesplatz können ihre Begeisterung nicht mehr festhalten. Es brodelt.

Der Dürener, Jakob Morgel, gewinnt das Duell gegen seinen chancenlosen und disqualifizierten Konkurrenten vom BC Marburg. Es war der Schlusskampf einer längst zur Tradition gewordenen Veranstaltung. Bereits zum 18. Mal organisierte der Boxring Düren im Rahmen des letzten Tages der Annakirmes den Wettkampf.

Im Ring standen die Dürener nun zum zweiten Mal der Mannschaft aus Marburg gegenüber. Elf Kämpfe insgesamt gab es. Sieben zwischen den Erwachsenen, drei unter den Jugendlichen und einen bei den Schülern. Die Dürener hatten am Anfang ein wenig Schwierigkeiten, in den Wettstreit hinein zu finden. Schnelle, kraftvolle Kombinationen der Marburger zwangen die Dürener vor dem heimischen Publikum immer wieder in die Ecke. Frühzeitige Aufgaben folgten. Obwohl der Boxring sich dennoch gewillt zeigte, Akzente zu setzen, lag er in der Pause schon fast chancenlos mit null zu sechs Zählern zurück. Nach der Halbzeit verdunkelte sich die Situation zunehmend. Sieben zu null. Acht zu null: die Dürener schienen ein wenig überrumpelt.

Allerdings konnten drei Dürener Boxer, unter anderem auch Jakob Morgel und Mark Schmitz, mit lautstarker Unterstützung des Publikums noch jeweils einen Sieg erringen, so dass es am Ende zwar eine Niederlage war, aber keine punktlose.

Der Trainer vom Boxring und Boxlegende Ernst Müller: „Viele gute Leute aus unserem Verein haben heute leider nicht geboxt.” Dennoch ist er zufrieden mit der Veranstaltung, die zahlreiche Leute in das Zelt lockte und zum Abschluss der Kirmes noch einmal für super Stimmung und Spannung sorgte. Am Ende der zum Teil nervenaufreibenden Kämpfe zeigte Müller sich dann doch als fairer Gegner: „Man muss auch mal verlieren können”.

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