Jahreshauptversammlung der Kreisjägerschaft Düren

Kreisjägerschaft Düren : Die Angst vor der Afrikanischen Schweinepest

Sollte die Afrikanische Schweinepest (ASP) tatsächlich kommen, würden sich die Schweinehalter einem wirtschaftlichen Schaden großen Ausmaßes ausgesetzt sehen. Darauf wies der Vorsitzende Kreisjägerschaft Düren (KJS), Richard Hansen, bei der Jahreshauptversammlung seiner Vereinigung hin.

„Wir sind aber sehr gut vorbereitet“, sagte Hansen in Anwesenheit der Amtsleiterin für Veterinärwesen und Verbraucherschutz beim Kreis Düren, Dr. Mounira Bishara-Rizk und weiterer hochrangiger Vertreter von Behörden und Kreis und Forst. Um einer Einschleppung der ASP vorzubeugen mahnte Hansen an, keine Speiseabfälle oder Essensreste im Revier zu entsorgen oder gar an Hausschweine zu verfüttern. Zusätzlich sei eine konsequente Bejagung der Schwarzwildpopulation dringend notwendig.

Der Kreis Düren habe alle Vorbereitungen getroffen für den Fall, dass es zu einem Ausbruch der ASP kommen sollte. Einem erfreulicheren Thema widmete sich Hansen beim Bericht über die Ausbildung der Jungjäger. „Der Tod von Werner Wergen hat eine große Lücke gerissen, die wir aber relativ schnell durch neue Kräfte schließen konnten“, betonte der KJS-Vorsitzende und teilte mit, dass Michael Lange, Dirk Barkhoff und Fabian Kobus jetzt in der Ausbildung tätig sind. Trotz großen Drucks durch private Jagdschulen habe die KJS 29 Jungjäger ausgebildet und zum erfolgreichen Prüfungsabschluss geführt.

Voll engagiert sei die KJS in der Aktion „Lernort Natur“, so Hansen in seinen weiteren Ausführungen. Hier seien unter anderem Björn Jompertz, Manfred Körner und Benno Schollmeier besonders eingesetzt. Über den Zugang weiterer Naturpädagogen werde man sich freuen. Lob gab es vom Vorsitzenden für die Organisatoren des ersten Jägertages im Kreis Düren, der auf Burg Nideggen stattfand. Er kündigte an, diese Veranstaltung in absehbarer Zeit an einem anderen Ort zu wiederholen.

Ein heikles Thema beschäftigt derzeit die Jäger landesweit: die vom Land NRW angedachte Abschaffung der Jagdabgabe, die bei der Lösung eines Jagdscheines fällig ist. Beibehalten möchte die Abgabe der Landesjagdverband NRW. Der Vorstand der KJS wurde von den Mitgliedern einstimmig entlastet.

(sps)
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