Düren: Jahreshauptversammlung der Dürener Feuerwehr: Einsätze werden mehr

Düren: Jahreshauptversammlung der Dürener Feuerwehr: Einsätze werden mehr

Über Mangel an Arbeit können die Haupt- und Ehrenamtler in der Feuerwehr der Stadt Düren nicht klagen: „Bei den Technischen Hilfeleistungen haben wir mit 808 den höchsten Stand seit Erhebung der Einsatzzahlen“, teilte der Chef der Wehr, Johannes Rothkranz, in der Jahreshauptversammlung mit.

Zu Buche schlagen durchschnittlich 2,2 technische Hilfen pro Tag unter anderem durch 181 „Tierfang-Einsätze“. Auch Wasser- und Sturmschäden schlagen sich in der Statistik 2017 nieder. In diesem Jahr forderte bereits am 19. Januar das Sturmtief „Friederike“ 60 Einsätze der Wehr. Jeden zweiten Tag muss die Wehr einen Brand bekämpfen. Während die Brände in Wohngebäuden rückläufig sind, wird ein Anstieg der Einsätze in Wald und Heide verzeichnet. Nicht zuletzt, weil im vergangenen Jahr ein Brandstifter im Burgauer Wald unterwegs war.

Neben dem drastischen Anstieg der Einsätze hat sich auch die Zahl der Fehleinsätze deutlich erhöht. Während böswillige Alarmierungen sehr gering sind, verdoppelte sich im Vergleich zu 2016 die „blinden Alarme“ und die der Brandmeldeanlagen. Eine „bemerkenswerte Größe“ nennt der Wehrleiter die 20.215 Einsätze im Rettungs- und Krankentransportdienst. Während beim Krankentransport, in dem die Hilfsorganisationen Malteser Hilfsdienst (MHD) und Deutsches Rotes Kreut (DRK) eingebunden sind, die Zahlen konstant sind, werden Notarzt und Rettungswagen zunehmend gefordert. Die Statistik weist 55 Rettungsdiensteinsätze täglich aus. Auch die Feuerwehr Düren registriert eine zunehmende Respektlosigkeit gegenüber den Einsatzkräften.

Leicht unter der Sollstärke von 351 Kräften liegt mit 315 die Zahl der Aktiven im ehrenamtlichen Teil der Wehr. „Ein guter Wert“ ist laut Rothkranz bei der Jugendfeuerwehr festzustellen, der 104 Jungen und sieben Mädchen angehören. Die ehrenamtlichen Wehrmitglieder leisteten 4.480 Stunden Sicherheitswachen und wendeten 4.650 Stunden für Aus- und Fortbildung auf. Die hauptamtlichen Mitarbeiter meldeten 7.900 Stunden Aus- und Fortbildung.

Mit dem NRW-Ehrenzeichen in Silber für 25-jährige aktive Mitgliedschaft in der Wehr wurden ausgezeichnet: Heinrich Boltersdorf (Berzbuir), Bruno Kremer und Reinhard Weyermann (beide Birgel), Stefan Harms,Hans Werner Harms, Michael Drahts (alle Lendersdof), Frank Bolder, Dieter Cremer (beide Hauptamt) Torsten Claßen (Niederau).

Heinz Moritz (Berzbuir) und Franz-Josef Lennartz (Gürzenich) wurden für 35-jährige aktive Mitgliedschaft mit dem NRW-Ehrenzeichen in Gold geehrt. Ehrungen der Stadt für 30-jährige Mitgliedschaft erhielten Thomas Croè und Frank Abschlag (beide Echtz) und Markus Hoffmann (Mariaweiler).

Alfred Reiermann und Heinrich Bongard (beide Hauptamt) erhielten die Ehrung für 40-jährige sowie Fritz Mäurer und Hans-Josef Zens (beide Echtz) wie auch Friedel Schroeder (Hauptamt) die für 45-jährige Zugehörigkeit.

Kurt Steiger gehört dem Musikzug der Wehr seit 60 Jahren an, und Ralf Horst wurde vom Kreisbrandmeister Karlheinz Eismar mit der Goldenen Verdienstnadel des Kreisfeuerwehrverbandes dekoriert.