Kreis Düren: Internet-Spendenplattform „Düren Crowd“ zieht nach einem Jahr Bilanz

Kreis Düren : Internet-Spendenplattform „Düren Crowd“ zieht nach einem Jahr Bilanz

Die Macher der „Düren Crowd“ ziehen nach einem Jahr ein positives Fazit — ,auch wenn es „natürlich etwas mehr hätte sein können“, wie Jürgen Schulz von den Stadtwerken Düren sagt. Über die Online-Spendenplattform sind bislang 18.200 Euro für sechs verschiedene gemeinnützige Projekte zusammengekommen. 240 Spender beteiligten sich.

„Wir hatten uns kein festes Ziel gesetzt, sind dementsprechend auch zufrieden. Wir hoffen aber, dass die Plattform noch bekannter wird“, sagt Schulz weiter, der bei den Stadtwerken für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist und das Projekt federführend betreut.

Drei Jahre soll die Internetseite jedem offenstehen, der ein gemeinnütziges Ziel verfolgt und über das Internet spenden generieren möchte. Geschafft hat das bereits unter anderem das Stadtmuseum Düren, das mit 3000 Euro von 42 Spendern einen Raum errichten konnte, in dem Geschichte kindergerecht aufbereitet wird. „Für uns ist das Konzept sehr gut und nachhaltig aufgegangen“, sagt die Stadtmuseumsleiterin, Anne Krings. „Für die Ferien haben wir viele Anfragen für Ausflüge mit Kindergruppen.“ Das Stadtmuseum habe die Spendenplattform nun „auf dem Schirm“ und würde sie wieder nutzen. „Ein Projekt muss jedoch griffig sein, damit das Spendenkonzept aufgeht“, betont Krings.

Das Freiwilligenzentrum Düren hat für sein Projekt „Dürener Ranzen“, mit dem es finanzschwache Familien bei Schulmaterial aushilft, 5000 Euro von 30 Spendern erhalten. Selbige Summe haben die Sportfreunde Düren über 100 Gönner gesammelt, um die Fußball-A-Jugend als Botschafter der Deutschen Knochenmarkspenderdatei auszurüsten. „5000 Euro anzusetzen, war mutig. Aber wenn man die Werbetrommel richtig rührt, werden diese Summen erreicht. Sein Netzwerk zu aktivieren, ist das Wichtigste. Die Plattform ist kein Selbstläufer“, betont Schulz. Ein aufwendig mit Video vorbereitetes Projekt sei offenbar wegen fehlender Aufmerksamkeit gescheitert. Bei einem anderen habe anscheinend die Relevanz für die Allgemeinheit gefehlt, schätzt Schulz.

Die Projekte müssen zwar gemeinnützig sein, aber eine Ausnahme hat es gegeben: Der Spendenaufruf für die kostenlose Musikveranstaltung „Airweiler“ wurde zugelassen, weil „viele Dürener von den Konzerten profitieren“, erklärt Schulz, der ein Projekt wegen fehlender Gemeinnützigkeit ablehnen musste und zwei, weil sie keinen Bezug zum Kreis Düren hatten.

(cro)
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