Düren: Internationaler Tennisnachwuchs schlägt in Düren auf

Düren: Internationaler Tennisnachwuchs schlägt in Düren auf

Boris Becker hat bei diesem Turnier gespielt, Steffi Graf, Goran Ivanisevic und Monica Seles ebenfalls. Doch nicht nur sie: 22 der aktuell besten Tennisspieler der Welt haben dieses Turnier bestritten.

Bei den Frauen sind es gar 28. Und Turnierdirektor Björn Kröner macht besonders stolz, dass mit der Russin Maria Sharapova, der Weißrussin Civtoria Azarenka und der Polin Agnieszka Radwanska die aktuellen Nummern zwei bis vier der Damen-Weltrangliste bei diesem Wettkampf in den Jahren 2001 und 2002 aufschlugen.

Das Turnier heißt Internationale Deutsche Tennismeisterschaften U14. 35 Jahre kamen die besten Nachwuchsspieler aller Kontinente zuerst in Brühl, ab 2001 in Köln zusammen. Sie spielten — wie auch heute — nicht um Preisgelder, sondern um Pokale, die Ehre und wegen der Erfahrung. Doch weil in Köln das Turnier in den vergangenen Jahren immer wieder aus finanziellen Gründen auf der Kippe stand, findet es nun in Düren statt. „Wir sind sehr froh, dass wir dieses traditionsreiche und sportlich hochklassige Turnier in den Kreis Düren holen konnten“, freute sich Wolfgang Spelthahn am Mittwoch während einer Pressekonferenz mit Turnierdirektor Kröner und anderen Vertretern des Tennisverbandes Mittelrhein.

Der Landrat lobte die regionalen Sponsoren und die drei Tennisclubs, mit deren Unterstützung diese Internationalen Meisterschaften in den kommenden drei Jahren auf den Anlagen von Rot-Weiß Düren, des Dürener TV und des Post-Ford-Sportvereins ausgetragen werden können: „Wir sind sicher, dass die Jugendlichen die Metropole Köln nicht missen werden, sondern dass sie den schönen Landkreis und die Anlagen in bester Erinnerung halten werden.“

200 Jugendliche aus allen Kontinenten werden Ende Juli/Anfang August in Einzel- und Doppelwettbewerben sowohl in der Hauptrunde als auch in der Nebenrunde ihre Besten ermitteln. Sie kommen aus über 50 Ländern — von Australien bis Japan, von Neuseeland bis China, natürlich auch aus vielen europäischen Ländern. Die Sieger werden wertvolle Wanderpokale zumindest in den Händen halten dürfen. Zum Beispiel den des Deutschen Tennisspielers Hans Nüsslein, der 1937 Profi-Weltmeister war. Und vielleicht nehmen sich die Stars von morgen den Weltmeister von gestern zum Vorbild.

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