Düren: Interkulturelle Woche beginnt in diesem Jahr interreligiös

Düren: Interkulturelle Woche beginnt in diesem Jahr interreligiös

Die „Interkulturelle Woche” in Düren startet in diesem Jahr erstmalig mit einem „Abend der Religionen und Kulturen”. Protestanten, Katholiken, Muslime, Juden, Buddhisten und Hinduisten treffen sich am Samstag, 26. September, um 18 Uhr in der Christuskirche, um gemeinsam ein großes rundes Plakat zu gestalten, das im Laufe der Interkulturellen Woche durch die Gotteshäuser der Stadt wandern soll.

„Wir nehmen das Motto ,Misch mit!´ wörtlich”, sagt der evangelische Pfarrer Dr. Dirk Chr. Siedler. Auf dem Altartisch wird ein großes weißes Tuch ausgerollt, auf dem sich die Besucher der Christuskirche mit Stift und Pinsel kreativ zum Thema „Elemente” austoben können.

Unterstützt wird die Aktion vom Leopold-Hoesch-Museum. „Die Leute können hier ihre Ideen und Vorstellungen malen oder einfach ihre Wunschträume aufschreiben”, sagt Museumspädagogin Helga Semmler, die die Aktion begleitet. Der „Abend der Religionen und Kulturen” findet bereits zum fünften Mal statt.

Pfarrer Siedler, der mit 150 Besuchern rechnet, freut sich über die gute Zusammenarbeit der beteiligten Religionsgemeinschaften. „Das zeigt, wie weit die Integration vorangeschritten ist”, so Siedler.

Zwar gebe es aus auch „religiöse Brandstifter” und alle Religionen müssten sich kritisch mit der eigenen Geschichte auseinandersetzen, aber Abende wie dieser zeigten, dass Religionen auch einen wichtigen Beitrag zu einem friedlichen und freundschaftlichen Zusammenleben leisten könnten, so Siedler.

Mit religiösen Texten, Liedern und Tänzen werden sich die unterschiedlichen Konfessionen in den „Abend der Religionen und Kulturen” einbringen.

Unter anderem wird die Mädchengruppe des islamischen Frauenvereins „Amal Aman” singen und die Tanzgruppe „Regenbogen” einen jüdischen Tanz präsentieren. Währenddessen wird das Plakat bemalt.

Der Dialog der Menschen und gemeinsame Veranstaltungen wie diese seien für die Integration unterschiedlicher Kulturen sehr wichtig, sagt der Vorsitzende des Integrationsausschusses der Stadt Düren, Peter Koschorreck: „Unwissenheit führt zu Intoleranz.” Mit dem „Abend der Religionen und Kulturen” laden die Religionsgemeinschaften dazu ein, einen weiteren Schritt in Richtung Toleranz, Respekt und gegenseitiger Achtung zu gehen.

Mehr von Aachener Nachrichten