Nörvenich: Informationen über Denkmäler, Gräber und Stolpersteine

Nörvenich : Informationen über Denkmäler, Gräber und Stolpersteine

Der Heimat- und Geschichtsverein der Gemeinde Nörvenich (HGV) veranstaltete in diesem Jahr einen Dorfrundgang in dem 450 Einwohner zählende Ort Hochkirchen.

Die Einwohner waren vorab informiert worden und so begrüßte der Vorsitzendes Heinz-Arthur Bergrath über 50 Personen am Denkmal „Fußfall“ in der Neffeltalstraße zum rund dreistündigen Rundgang.

Anschließend referierte Franz-Josef Hellwig vom Vorstand kurz über die Geschichte des Ortes und erklärte dann den Verfall des Denkmales aus Sandstein, welches im Jahre 1771 von Jacobus Hamacher gestiftet worden war.

Weitere Informationen gab es zum Kriegerdenkmal sowie zu einem Mahnmal und zu den Stolpersteinen in der Kirchstraße, die an die in Konzentrationslagern getöteten jüdischen Einwohner erinnern. Die Familie Holstein (Poensgen) hatte die Steine für die drei Familienmitglieder Schwarz verlegen lassen.

Über den seit 1974 nicht mehr belegten Kirchhof mit seinen vielen alten Grabmalen ging es in die Kirche St. Viktor.

Dort wurden die Interessierten vom damaligen Grabungsleiter Wilfried Maria Koch erwartet. Er erläuterte anhand von vielen Dias die vom damaligen Pfarrer Klaus Dors initiierte Ausgrabungen in der Kirche in den Jahren 1980 bis 1982.

Demnach steht die heutige Kirche auf den Fundamenten einer „Villa Rustica“ und den Vorgängerkirchen. Es wurden mehrere Gräber aus der Zeit der Römer und Franken freigelegt.

Sylvia Poltermann übernahm den Part, den Kirchenbau mit Taufkapelle unter dem Turm und die Michaelskapelle im Kirchturm zu erläutern. Die Teilnehmer staunten nicht schlecht, als sie vom Weinberg unterhalb der Kirche erfuhren, den Pfarrer Dors Anfang der 1980er Jahre dort angelegte.

Die vielen intessierten Männer und Frauen erfuhren auch, dass an der Nordostseite des Kirchberges in Hochkirchen früher Wein in größerem Maßen angebaut wurde.