Wohnmobilhafen: In Rath regt sich Gegenwehr

Wohnmobilhafen : In Rath regt sich Gegenwehr

Gegen den geplanten Wohnmobilhafen auf einer Acker­fläche zwischen Nideggen und Rath mit bis zu 80 Stellplätzen regt sich Widerstand vor allem in der Bevölkerung des Stadtteils. Vergangene Woche hatte der Bauausschuss beschlossen, das Verfahren für die erforderliche Flächennutzungsplanänderung zu beginnen – samt Bürgerbeteiligung. Die Verfahrenskosten trägt der Investor.

Aber die Planungen für den Wohnmobilhafen unterhalb der Tennisplätze ernten schon jetzt heftige Gegenwehr. Bei Facebook äußern Bürger etwa ihre Bedenken hinsichtlich einer Verschandelung der Landschaft und des Ausblickes von Rath aus auf das Dürener Land bis Köln. Sie fürchten auch um die Ruhe im Dorf. Andere Nutzer wiederum loben, dass sich in Sachen Tourismus endlich was tue und die Stadt so neue Einnahmequellen erschließen könne. Genau daran haben andere Bürger wiederum Zweifel, weil sie davon ausgehen, dass die Wohnmobiltouristen sich ohnehin nur selbst versorgten. Laut einer aktuellen Studie der Tourismusberatung dwif geben Campinggäste in der Rureifel zwischen 23 und 50 Euro pro Tag aus, in Nideggen bislang laut Studie 29,20 Euro.

Außerdem kursiert im Internet das Schreiben eines Anwohners, der Zweifel am Bedarf, dem wirtschaftlichen Mehrwert und dem Nutzen für die Stadt sowie negative Auswirkungen auf die Immobilienwerte in Rath äußert und schon jetzt rechtliche Schritte androht.

Die Stadt Nideggen lädt für Dienstag, 23. Juli, 19 Uhr, in die Begegnungsstätte Nideggen, Im Vogelsang, zur Bürgerinformation zum Thema ein und stellt dort auch nochmal den genauen Verfahrensablauf dar.

(smb)
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