Düren: In Norddüren hat ein gemeinnütziger Kreativ-Laden eröffnet

Düren: In Norddüren hat ein gemeinnütziger Kreativ-Laden eröffnet

Ein Motorrad, das zur Hälfte aus der Wand kommt, ein Auto, geteilt in Hälften, das auf der einen Seite in eine Wand zu fahren scheint, um auf der anderen Seite wieder herauszukommen, Sitzmöbel aus alten Fässern, ein mächtiges Metall-Krokodil, das im Eingang zu wachen scheint.

Diese Exponate sind in einem am Freitag in Norddüren eröffneten Kreativladen zu sehen, der Teil des sogenannten Biwaq-Projektes ist. Biwaq, das steht für Bildung, Wirtschaft und Arbeit im Quartier und wird mit Bundes- und EU-Mitteln gefördert. Das Projekt Kreativladen wird von der Lowtec betreut, einer gemeinnützigen Gesellschaft, die Jugendliche unterstützt, auch arbeitslose. Lowtec will junge Menschen und Erwachsene wieder an den Arbeitsmarkt heranführen und hat in ihren Ausbildungswerkstätten für den Kreativ-Laden Werke aus den Bereichen Metall, Holz und Nähen fertigen lassen.

Mittlerweile ist einiges fertig und im Geschäft an der Ecke Neue Jülicher Straße/Schulstraße zu sehen. Es gibt kleine und große Kunst zu Preisen von sechs bis 300 Euro. Beteiligt am Projekt ist auch die LVR-Klinik mit Tiffany-Kunst und Buchdrucken und das Sozialwerk Dürener Christen, das aus seiner Gärtnerei Pflanzen anbietet. Am Freitag zur Eröffnung zeigte auch der Künstler Andreas Joerissen seine Werke. In einem Bereich des Geschäftes unterhalten die „Kunstwerker Düren“ (Tanja Bürger, Jutta Gigler, Sabine Lenz) ein Atelier und bieten Seminare an.

Das Projekt, das von der Stadtteilvertretung in Norddüren und der Jobcom (vermittelt im Kreis Düren Langzeitarbeitslose) unterstützt wird, soll Jugendliche motivieren und ihnen Selbstvertrauen geben, sagte Projektleiterin Anne Wimmer. Mit dem Laden soll erreicht werden, dass „Düren nach Norddüren kommt“, um ein Erlebnis von Kunst zu haben. Karl-Heinz Küpper von der Stadtteilvertretung nannte das Geschäft eine „andere, bereichernde Form“, Jörg Gauder von der Jobcom lobte die Kreativität.

Der stellvertretende Dürener Bürgermeister, Rainer Guthausen, der als Kind zehn Jahre auf dem heutigen Grundstück des Kreativ-Ladens aufgewachsen ist, sagte, das Geschäft würde den Stadtteil voranbringen. Geöffnet ist montags bis freitags von 10-16 Uhr.

(inla)