In Düren eröffnet das Vier-Sterne-Hotel der Dorint-Kette

Dorint Hotel eröffnet : 120 Zimmer als „Symbol des Aufbruchs“ einer Stadt

Die Erinnerung an die Ruine der Stadthalle verblasst immer mehr. Dort, wo die Ruine Jahre lang immer weiter verfiel, ist nun ein Vier-Sterne-Hotel samt Konferenzzentrum entstanden, bis März sollen auch die Wohn- und Geschäftsgebäude fertig sein.

Die Nacht von Montag auf Dienstag ist etwas besonderes, denn es ist die Nacht, in der die ersten Gäste im neuen Hotel Dorint schlafen. Noch am Donnerstag hatten selbst die Beteiligten Zweifel, dass der Eröffnungstermin gehalten werden kann.

Vor einem Monat schon ist die Dorint-Kette eingezogen, um aus dem zu diesem Zeitpunkt bereits Betten und Schränken eingerichteten 120 Zimmern ein richtiges Hotel zu machen. Lkw-Ladung um Lkw-Ladung wurde angeliefert.

Am 16. November etwa wurden sämtliche Kopfkissen, Bettdecken und Matratzenschoner gebracht, später folgten riesige Lieferungen Kleininventar – von Töpfen über Gläser bis hin zu Besteck, Geschirr und Salzstreuern. Dabei hatte das neue Hotelpersonal Tausende Teile zu bewegen: 2000 Kissenbezüge, 1500 Decken und 1500 Laken sind im Umlauf, dazu kommen 110.000 Handtücher, die pro Jahr im Umlauf sind, und 1200 Kleiderbügel für Übernachtungs- und Tagungsgäste. Jeweils 600 Messer, Gabeln und Löffel lagern in den Schubfächern der Gastronomie, 3000 Gläser füllen etliche Schränke und fürs Frühstück wurden 150 Eierbecher angeschafft. „Nur in den Keller darf derzeit noch niemand gucken“, sagt Hoteldirektor Daniel Rosenow augenzwinkernd aber erleichtert nach vielen durchgearbeiteten Nächten.

Feierlicher Banddurchschnitt: (v.l.) Peter Kaptain (Kreis Düren), Investor Jörg Frühauf, Landrat Wolfgang Spelthahn, Hoteldirektor Daniel Rosenow, Investor Georg Schmiedel, Dorint-Geschäftsführer Jörg T. Böckeler und Dürens Rechtsdezernentin Chrisine Käuffer freuen sich über die Eröffnung des Vier-Sterne-Hotels. Foto: ZVA/Sarah Maria Berners

51 Prozent der Zimmer am Eröffnungstag belegt

Die erste Tendenz stimmt den Hotelchef positiv: Am Montagabend waren 51 Prozent der Zimmer belegt, für die Tagungsräume gibt es nach Angaben des Hotelmanagements auch schon Buchungen für die nächsten Jahre. Der große Tagungsraum bietet 450 Sitz oder 750 Stehplätze, kann aber flexibel in neun Varianten unterteilt werden und bietet 40 Möglichkeiten der Bestuhlung. Noch aber fehlen die Trennwände, bis Weihnachten soll aber auch diese Baustelle fertig sein.

Sowohl die Investoren Jörg Frühauf und Georg Schmiedel von der Firma F&S Concept als auch Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) für den am Tagungszentrum beteiligten Kreis Düren gehen davon aus, dass das neue Quartier auch ein Zeichen des Aufbruchs für die Stadt Düren ist. Für ein Hotel in Düren gab es schon einige Machbarkeitsstudien“, erinnerte Spelthahn. Aber: „Wenn am Ende keiner kommt und mit unternehmerischem Mut das Risiko eingeht, dann bewegt sich nichts in einer Stadt.“ Rund 45 Millionen werden an der Bismarckstraße insgesamt investiert, elf Millionen investiert der Kreis Düren. Bis dato gehen die Beteiligten davon aus, dass der Kostenrahmen gehalten wird. „70 Prozent der Aufträge konnten wir in der Region vergeben“, betont Georg Schmiedel.

Fünf bis sieben Zimmermädchen eines externen Dienstleisters werden sich um die Räume kümmern und dort pro Monat etwa 180 Flaschen Shampoo und 150 Stück Seife platzieren, das Management rechnet mit einem Verbrauch von 1200 Rollen Klopapier im Monat. 35 Mitarbeiter hat die Dorint-Kette angestellt, davon arbeiten sieben an der Rezeption, neun im Service, sieben in der Küche.

Schon vor Wochen hat das Küchenteam begonnen, die Gerichte Probe zu kochen. Die meisten Mitarbeiter kommen aus dem Raum Düren“, erklärt Hoteldirektor Daniel Rosenow, der zwar in Leverkusen lebt, Düren wegen einiger Freunde aber auch schon vor den Hotelplanungen kannte. „Im Vorfeld der Eröffnung haben wir uns auch regionale Partner gesucht, zum Beispiel Floristen, Konditoren und Metzger sowie Lieferanten für Obst“, erklärt Rosenow. Aber auch beim Bau des Hotels und Tagungszentrums wurden regionale Schwerpunkte gesetzt: Die Teppiche stammen von der Firma Anker, Die Decke im Tagungszentrum ist aus Metallgewebe der Firma GKD Gebrüder Kufferath und kann in etlichen Farben beleuchtet werden, die Duschtassen, Toiletten und Waschbecken hat die Firma Hoesch-Design aus Kreuzau geliefert, die Kleidung der Angestellten wurde von der Vettweißer Firma Rompe Design gefertigt.

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