Düren: In der Werkloge wird die Kunst erklärt

Düren: In der Werkloge wird die Kunst erklärt

Führungen und Malkurse hat es auch früher schon im Leopold-Hoesch-Museum und im Papiermuseum in Düren gegeben. Mit der Neueröffnung des Leopold-Hoesch-Museums nach vierjährigem Umbau startet jetzt aber hier auch erstmalig ein breit angelegtes museumspädagogisches Programm.

„Werkloge - Raum für Kunstvermittlung” heißt diese Einrichtung, die seit dem 1. Juli im Leopold-Hoesch-Museum und im Papiermuseum ihre Arbeit aufgenommen hat. Leiterin der Museumspädagogik ist Jeannine Bruno.

„Wir wollen”, so die 42-Jährige, „hier in unserer Werkloge einen Raum schaffen, in dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene kreativ werden können.” Dabei hat die Werkloge drei Schwerpunkte: Papierkunst, zeitgenössische Kunst und Kunst aus anderen Kontinenten.

Und Museumsleiterin Dr. Renate Goldmann ergänzt: „Die Werkloge belebt und fördert den Dialog und Austausch zwischen dem Museum und seinen Besuchern. Dabei geht es um die Vermittlung von Kunst, Kultur, Geschichte und Handwerk.”

Für ihre Werkloge hat Jeannine Bruno ein 13-köpfiges Team von Dozenten zusammengestellt. Mit dabei sind Valeria Barth, Elisabeth Clarke, David Gericke, Theresia Juning-Kozel, Sabina Knobloch, Philip Lorenz, Elisabeth Luchesi, Susanne Müller, Osiris Pausch, Jutta Reiche, Marion Seltier, Helga Semmler und Marijke Vissia.

Angeboten werden unter anderem Kunst- und Architekturführungen. Museumsdialoge mit Künstlern, Galeristen und Kuratoren, Workshops für Kinder und Familien, eine Entdeckungsreise in die Welt der Kunst, ein Kurs „Museumsgeschichten”, bei dem die Teilnehmer selbst ein Buch schreiben werden, und einen experimentellen Workshop, bei dem es um nonverbale Kommunikation geht.

Am Dienstag hatten Dr. Renate Goldmann, Jeannine Bruno und das Team der „Werkloge” Kunstlehrerinnen und Kunstlehrern aus dem Kreis Düren ihr Konzept präsentiert. Renate Goldmann: „Natürlich sind wir auch jederzeit zu Gesprächen bereit. Und wir versuchen auch, Ihre Wünsche und Vorstellungen zu berücksichtigen.”

Selbstverständlich, so die Museumschefin, würden sicherlich auch in Zukunft noch Schulklassen aus Düren nach Köln, Aachen oder Bonn ins Museum fahren. „Wir hoffen aber, dass wir Ihnen so ein attraktives Angebot präsentieren, dass Sie in Zukunft mit Ihren Schülerinnen und Schülern auch häufig in unsere beiden Museen kommen.”

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