Kreuzau: Immer wieder: Wegesrand als Mülldeponie missbraucht

Kreuzau: Immer wieder: Wegesrand als Mülldeponie missbraucht

Jakob Jansen versteht die Welt nicht mehr: Da hat doch jemand eine größere Fuhre Sperrmüll und anderen Abfall mitten auf einem Feldweg bei Kreuzau abgeladen. Und einen großen Kühlschrank dazu. Jansen ist nicht zum ersten Mal auf solchen Umweltfrevel gestoßen. Aber immer noch fehlt im jedes Verständnis.

Der 62-Jährige leidet an Rückenschmerzen, er geht auf ärztlichen Rat hin oft etliche Kilometer zu Fuß. Klar, dass er mitbekommt, wie es in Wald und Flur mit dem Umweltschutz aussieht. Montag jedenfalls meinte er: „Es reicht” und informierte die Redaktion über seinen neuesten „Fund”.

Was wirklich nicht zu verstehen ist: Auf dem mitten auf dem Feldweg abgestellten Kühlschrank prangt in Signalgelb der Hinweis: „Dieses Gerät... enthält FCKW”, es müsse „unbedingt der ortsüblichen, umweltgerechten Entsorgung” zugeführt werden. Der oder die Übeltäter setzten sich über diesen Hinweis einfach hinweg. Sie müssen übrigens mit einem Pkw samt Anhänger den Weg in der Nähe von Gut Kirchbaum entlang gefahren sein.

Jansen, der vor Jahren von Aachen nach Kreuzau zog, kann nicht verstehen, wie jemand „diese herrliche Natur”, wie er sagt, so verschandeln kann. Er fand schon gelbe Säcke und einmal ein Sofa mitsamt Sesseln in der Natur, Zu seinem jüngsten Fund gehören außer dem Kühlschrank noch ein Teppich, Tapetenrollen, ein Elek-troschaltkasten, Teer, zwei Campingstühle, vier Plastikkisten, eine Metallzange, ein Stromkabel samt Lampe und ein Handy-Akku. Den darf man nicht mal in den normalen Restmüll werfen.

Vorsichtig zieht Jansen die Sachen auseinander. Nein, einen Hinweis auf den Eigentümer gibt es nicht. So ein Hinweis könnte ein weggeworfener Briefumschlag sein. Doch hat man vor Gericht schon Angeklagte erlebt, die behaupteten, ihr Sperrmüll sei ihnen vom Straßenrand weg gestohlen worden und sie hätten ihn keinesfalls selbst in den Wald gefahren.

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