Nörvenich: Immer schön in Bewegung bleiben

Nörvenich: Immer schön in Bewegung bleiben

Walburga Schmitz-Peiffer strahlt, als sie über das Gelände des Bubenheimer Spielelandes geht. „Das hier”, sagt sie, „das hier ist für mich eine Berufung.” Kein Beruf, Berufung. Ein paar Kinder tollen über die Anlage an diesem Vormittag, die Sonne scheint, angenehme Temperaturen, ideal, um sich an der frischen Luft zu bewegen.

Darum soll es auch gehen, sagt Walburga Schmitz-Peiffer, 48, und lässt ihre Augen wandern. Gute zehn Jahre ist jetzt her, als sie mit ihrem Mann die Idee hatte, das mittlerweile weithin bekannte Spieleland aufzubauen. Und von Anfang an sollte es darum gehen, Ernährung und Bewegung zusammenzubringen.

Walburga Schmitz-Peiffer ist studierte Ernährungswissenschaftlerin und weiß, dass sich Kinder heute immer weniger betätigen. Randvolle Terminkalender und teilweise Ganztagsunterricht in den Schulen: „Viele sitzen doch heute sehr oft vor dem PC und sind nicht mehr draußen wie meine Generation noch”, sagt sie. Und weil sie selbst drei Töchter hat, reifte irgendwann der Gedanke, etwas zu unternehmen. Zunächst baute ihre Ehemann Klaus den Speicher auf, damit die Kinder mit dem Bobbycar ein paar Runden drehen konnten. Dann wurde es im Lauf der Zeit mehr. Das Ehepaar Schmitz-Peiffer betrieb zu dieser Zeit noch eine Landwirtschaft und hatte deshalb genügend Platz. Nicht nur in Gebäuden, sondern auch auf Wiesen und Wäldern. Was daraus geworden ist, kann man heute im Schatten der Burg Bubenheim besichtigen.

Bekannt ist als Teil des Spielelandes das Maislabyrinth, das anfangs in der Umgebung Verwunderung auslöste. Als Klaus Schmitz-Peiffer mit dem Traktor entgegen sonstiger Gepflogenheiten in Längs- und Querrichtung fuhr, schüttelten benachbarte Landwirte den Kopf.

Jede Menge Anreize für Kinder

Walburga Schmitz-Peiffer lächelt, wenn sie sich erinnert. „Das war schon etwas Außergewöhnliches.” Auch im Maisfeld geht es um Bewegung. „Die Kinder sollen bei uns jede Menge Anreize bekommen, ihre beiden Gehirnhälften zu trainieren.” Gewandtheit, Geschicklichkeit, Beweglichkeit, Ausdauer, Kraft... Spielstationen und Geräte gibt es genug. „Das alles hier ist mir eine absolute Herzensangelegenheit”, sagt die Chefin und dann kommt es wieder, das Wort von der Berufung.

100.000 Besucher kommen jedes Jahr

Das Bubenheimer Spieleland hat eine neue 15 Meter hohe und 90 Meter lange Schlauchboot-Wasserrutsche eröffnet.

Jährlich besuchen die Anlage bei Jakobwüllesheim rund 100.000 Besucher. Die Eintrittspreise liegen bei 6/7 Euro. Das 40.000 Quadratmeter große Maislabyrinth öffnet am 23. Juli. Das Spieleland wird als Familienunternehmen betrieben; es gibt vier Festangestellte und rund 30 weitere Beschäftigte (unter anderem in der Gastronomie).

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