Düren: Immer an Mitmenschen gedacht

Düren: Immer an Mitmenschen gedacht

Für sein langjähriges Engagement und seine nachhaltigen Verdienste im sozialen Bereich hat Landrat Wolfgang Spelthahn in Vertretung des Bundespräsidenten Horst Köhler am Samstag dem Vorsitzenden des Sozialwerks Dürener Christen (SDC), Prof. Dr. Kurt Schroeder, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht.

Unter der Leitung von Prof. Schroeder, der dem SDC seit 1987 vorsitzt, habe sich der kleine, zwei Jahre zuvor gegründete Verein mit einer Kontaktstelle für arbeitslose Jugendliche zu einer Institution mit Vorbildfunktion, die in der Region hohes Ansehen genießt, entwickelt, so Spelthahn.

Dabei sei Schroeder gleichermaßen Motor und Weichensteller gewesen. Auf seinen „Bettelwegen” zu Sponsoren gelang es Schroeder, „die erforderlichen Mittel für den Verein auch in schwierigen Zeiten zu akquirieren und so maßgeblich zum Fortbestehen des Sozialwerks beizutragen”, so der Landrat.

Bürgermeister Paul Larue nannte Kurt Schroeder einen „aktiven Christen, sozialpolitisch engagierten Bürger und guten Menschen”. „Wo Sie tätig werden, entsteht eine heilsame Unruhe”, so Larue.

Er bezeichnete die Ehrung Schroeders als „mehr als verdient” und lobte den ehemaligen Physik-Professor dafür, immer nach vorne zu gehen, Dinge neu auf den Weg zu bringen und dabei stets konstruktiv und kritisch zu denken. Schroeder habe den „christlich-menschlichen Grundimpuls des Helfen-Wollens”, so Larue. Viel Dank gab es auch für Schroeders Familie, ohne deren Unterstützung das ehrenamtliche Engagement des Düreners in diesem Maße nicht möglich gewesen wäre.

„Dass ich hier vorne stehe liegt nur daran, dass mich meine Kollegen für öffentliche Auftritte immer nach vorne schicken und ich so schlecht nein sagen kann”, so Schroeder in seinen Dankesworten. Die Aufgabe, der sich das Sozialwerk in der Qualifizierung und Integration von Jugendlichen gestellt hat, sei das Wichtigste, das es zu feiern gebe, sagt Schroeder. Er selbst könne sich anlässlich der hohen Ehrung „nur zwei Schuhe anziehen: Ich mische mich gerne ein und als Christ fühle ich mich verantwortlich für unsere Gesellschaft und möchte diese aktiv mit gestalten.”

In letzter Zeit gebe es allerdings „Tendenzen, die die Arbeit des Netzwerks für Jugendliche in Frage stellen”, sagt Schroeder, der beispielsweise die Kriterien bei der Vergabe von Fördermitteln „nach der Maßgabe: der Billigste bekommts” kritisierte. Auch zum Thema „Privatisierung von Bildung” würde der Träger des Bundesverdienstkreuzes „die Politiker gerne zum Gespräch einladen”.