Kreis Düren: Im Kreis Düren sind noch 877 Lehrstellen frei

Kreis Düren : Im Kreis Düren sind noch 877 Lehrstellen frei

Knapp fünf Monate vor dem Start des neuen Ausbildungsjahres registriert die Arbeitsagentur noch 877 offene Lehrstellen im Kreis Düren, darunter auch 40 freie Ausbildungsplätze in Hotels und Gaststätten.

Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. Die Palette der Berufe in der Gastro-Branche reicht vom Koch über die Hotel- und Restaurantfachfrau bis zum Kellner als Fachkraft im Gastgewerbe. Vom Luxus-Hotel mit Gourmetküche bis zum Schnellrestaurant, von der Frühstückspension bis zum Tagungshotel: „Wer sich in seinem Beruf später weiterentwickeln will, der braucht eine solide Ausbildung als Fundament“, sagt Diana Hafke.

Die Geschäftsführerin der NGG Aachen empfiehlt Jugendlichen, bei der Auswahl des Ausbildungsbetriebes im Kreis Düren genau hinzugucken: „Das Geld, das ein Azubi verdient, muss passen. Dafür die NGG per Tarifvertrag eine Ausbildungsvergütung herausgehandelt. Die sollte der Ausbildungsbetrieb auf jeden Fall bezahlen. Wichtig ist, sich hier nicht über den Tisch ziehen zu lassen.“

Darüber hinaus werde sich die Gewerkschaft bei der im Herbst startenden Tarifrunde für eine weitere Erhöhung der „Azubi-Löhne“ einsetzen.

Motivation statt Noten

Die NGG appelliert an die Ausbildungsbetriebe im Kreis Düren, bei Bewerbern „nicht zu stark auf den Schulabschluss und auf die Noten zu schielen“.

Zwar seien Mathe, Deutsch und auch Fremdsprachen im Gastgewerbe von Bedeutung. Aber auch wer kein Musterschüler sei, müsse die Chance haben, mit anderen Qualitäten wie Kommunikationsfreude und Teamfähigkeit zu punkten.

„Und ganz wichtig: Der Abschluss eines Ausbildungsvertrages ist keine Einbahnstraße. Jugendliche sollten den Betrieb, für den sie sich interessieren, genau unter die Lupe nehmen. Erst wenn sie überzeugt sind, dort auch drei Jahre Lehre motiviert durchzuziehen, sollten sie den Ausbildungsvertrag unterschreiben“, sagt Hafke.

Hier biete ein Vorab-Praktikum im Betrieb eine gute Orientierung. Ebenso das Gespräch mit anderen Azubis. „Entscheidend ist, dass sich ein Ausbildungsbetrieb um die Berufsanfänger kümmert. Dazu gehört ein fester Ansprechpartner. Aber gerade auch Respekt und Wertschätzung sind wichtig. Und vor allem, dass die Azubis nicht als billige Arbeitskräfte eingesetzt werden, sondern das lernen, was sie für die Prüfung und für ihr späteres Berufsleben brauchen.“