Verwaltungsgericht weist Klage gegen Windräder am "Peterberg" zurück

Aachen/Vossenack : Klage gegen Windräder auf dem „Peterberg“ bleibt erfolglos

Das Verwaltungsgericht Aachen hat eine Klage von Anwohnern gegen zwei der im Januar 2018 von der Gemeinde Hürtgenwald am „Peterberg“ genehmigten Windräder zurückgewiesen. Von den Anlagen gingen keine schädlichen Umwelteinwirkungen aus, stellte die 6. Kammer fest.

Es sei nicht mit Lärm zu rechnen. Das schalltechnische Gutachten, das die Innovative Energieanlagen Hürtgenwald (IEH) als Betreiber in Auftrag gegeben hat, komme zu dem Ergebnis, dass die zulässigen Schallpegel am Tag und in der Nacht sicher eingehalten würden.

Auch von periodischem Schattenwurf seien schädliche Einwirkungen nicht zu erwarten. Die Gutachter kämen zwar zu dem Ergebnis, dass auf dem Grundstück der Kläger die Orientierungswerte von 30 Stunden pro Jahr sowie 30 Minuten pro Tag überschritten würden. Mit einer Abschaltautomatik könne aber sichergestellt werden, dass die reale Beschattungsdauer von acht Stunden pro Jahr nicht überschritten werde.

Die Windräder hätten angesichts der vorhandenen Vegetation auch keine optisch bedrängende Wirkung. Der Abstand zwischen dem Wohnhaus der Kläger und den Anlagen betrage 425 beziehungsweise 547 Meter bei einer Gesamthöhe von rund 200 Metern. 

(ja)
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