Modellflugverein Hürtgenwald hat viel Wind bei Modellflugtagen 2019

Modellflugtage : Wegen starker Böen gehen nicht alle in die Luft

Auf dem Vereinsgelände des Modellflugvereins (MFV) Hürtgenwald in der Nähe des Großhauer Fernsehturms ging es am Wochenende rasant und elegant zugleich zu: Zahlreiche Hobbypiloten zeigten ihre Flugkünste mit motorisierten Modellfliegern.

Trotz windigem Wetter stiegen von Samstagmittag bis Sonntagnachmittag Flieger in die Luft auf und zeigten Loopings, Tricks und saubere Landungen.

Hunderte Zuschauer hatten über das Wochenende verteilt den Weg nach Kleinhau gefunden und verfolgten aufmerksam die teils atemberaubenden Vorstellungen. Mit mehr als 200 Stundenkilometern raste die Messerschmidt 172 über das Feld. Das kleine Modell hatte es im Gegensatz zu einigen größeren und schwereren Flugzeugen leichter: Aufgrund des windigen Wetters mit Böen bis zu 50 Stundenkilometern konnten einige Flieger gar nicht erst starten. „Es kommt vor allem auf die Bauart und das Gewicht an“, erklärte Josef Kreitz, der bereits siebenmal deutscher Meister im Modellfliegen war und am Samstag sein Können zeigte. „Bei so starkem Wind müssen wir wirklich aufpassen.“

Nicht abheben konnte die Fokker DR1, das mit 30 Jahren wohl älteste Modell vor Ort von Fritz Udelhoven. Der Dreidecker, der im ersten Weltkrieg vom „Roten Baron“ Manfred von Richthofen geflogen wurde, war aber dafür auch am Boden schön anzusehen.

Piloten zwischen 16 und 80 Jahren

An den Fernsteuerungen standen Piloten zwischen 16 und 80 Jahren, nicht nur Mitglieder des MFV, sondern auch viele Gäste von befreundeten Vereinen. „Zu unseren alljährlichen Flugtagen besuchen uns Gastvereine zum Beispiel aus Niederzier, Würselen und Simmerath“, erzählte Kassenwart Robert Reinartz. „Wir unterstützen uns gegenseitig, es ist ein Geben und Nehmen.“

Der 1974 gegründete Verein nimmt auch an Meisterschaften in den Disziplinen „Scale“ und „Semi-Scale“ teil, in der Vergangenheit wurden hier schon mehrere erste Plätze belegt.

Eher schwierig ist es für die Vereinsmitglieder, an Nachwuchs zu kommen. Mit derzeit 58 Mitgliedern sei der MFV zwar gut aufgestellt, doch es kommen nur selten junge Leute hinzu. „Jugendliche heutzutage haben oft andere Interessen. Hinzu kommt der Kostenfaktor, wobei das Hobby immer erschwinglicher wird“, sagte Reinartz.

Wer einmal mit dabei sei und ein bisschen technisches Verständnis und Geduld mitbringe, habe bei den erfahrenen Kollegen jedoch die besten Chancen, das Modellfliegen schnell zu lernen, zu Beginn auch mit gestellten Flugzeugen. Reinartz: „Alleingänge gehen meistens schief. Bevor man sich das ganze ohne Hilfe aneignen möchte, sollte man lieber zu uns in den Verein kommen, wo man den sicheren Umgang mit der Fernsteuerung kostengünstig erlernen kann.“ www.mfv-huertgenwald.de

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