Gemeinderat vertagt Beschluss über neues Feuerwehrgerätehaus

Gemeinderat vertagt Entscheidung : Größe des neuen Gerätehauses ist noch strittig

Der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Bergstein ist im Hürtgenwalder Gemeinderat grundsätzlich kein Streitthema. Die Notwendigkeit wird in allen Fraktionen anerkannt. Im Detail allerdings wirft die Planung Fragen auf, die am Dienstagabend zum zweiten, aber nicht zum letzten Mal Rat und Verwaltung beschäftigten.

Gemeindebrandmeister Reinhold Pickart musste erklären, warum ein Schulungsraum und ein Zentrallager vorgesehen sind, weil diese Bestandteile die Kosten des Projektes erhöhen.

„Gerade der Schulungsraum ist ein sehr großes Anliegen. Wir kooperieren in der Grundausbildung mit Kreuzau und Heimbach. Die Lehrgänge sind derart stark angewachsen, dass oft 40 und mehr Kameraden dabei sind“, erklärte Pickart im Rat. Der Standort Bergstein sei von daher Zufall, weil dieses Gebäude nun einmal das nächste ist, das auf der Bau-Agenda steht. Die Idee eines Zentrallagers verfolgt der Feuerwehrleiter, weil ihm diverse Lagerräume in anderen Gerätehäusern aufgefallen sind, aber niemand einen Überblick über die Bestände habe. An einem zentralen Ort sei das anders und vermeide unnötige Bestellungen.

Gegenüber dem eigentlichen Bedarf überdimensioniert ist die Toilettenanlage im neuen Gerätehaus, die aber bewusst nicht nur auf die Wehr zugeschnitten ist, sondern auch den Bergsteiner Dorfvereinen (Burgwart/Maiclub) bei Veranstaltungen zur Verfügung stehen soll. Die Vereinsvertreter haben Eigenleistung beim Bau angekündigt.

Die Gesamtkosten des Neubauprojekts in Bergstein mit großem Schulungsraum, Zentrallager, Büro für den Wehrleiter und dem angesprochenen Sanitärtrakt betragen rund 1,1 Millionen Euro. Bei einem Verzicht auf Räume oder einer Verkleinerung wären bis zu 90.000 Euro einzusparen.

Bürgermeister Axel Buch sah am Dienstag keine Chance auf eine Einigung. Deshalb soll es in Kürze ein interfraktionelles Gespräch mit Feuerwehrvertretern und dem Planungsbüro geben.

(vpu)
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