Hürtgenwald: "Dorfgemeinschaft Gey" gründet sich

„Dorfgemeinschaft Gey“ : Neuer Verein setzt sich für Kulturpflege und Zusammenhalt ein

Wenn am Dienstagabend die „Dorfgemeinschaft Gey“ offiziell gegründet ist, wird aus einer mehr als zwei Jahre alten Idee ein fixer Verein.

Dieser soll im zweitgrößten Ort der Gemeinde Hürtgenwald mit rund 1800 Einwohnern den Zusammenhalt stärken und das kulturelle Leben fördern. „Das Dorffest im Juni, mit dem wir den Helmut-Rösseler-Platz einweihen wollen, ist der richtige Anlass, um einen offiziellen Verein zu gründen, weil wir auf Spenden angewiesen sind“, betont Ortsvorsteher Paul Bolz, der bei der Dorfgemeinschaft den Posten des Vorsitzenden übernehmen soll. Als 2. Vorsitzender steht Stefan Grießhaber bereit, seines Zeichens Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Patrick Kremer stellt sich als Geschäftsführer zur Wahl. Die Gründungsversammlung ist am Dienstag, 29. Januar, 18.30 Uhr, im BSV-Heim an der Broichstraße neben der Mehrzweckhalle.

Ein Verein zur Förderung der Heimatpflege, wie die offizielle Beschreibung heißt, ist das erste Mal im April 2016 während einer Dorfkonferenz zur Sprache gekommen. Damals hatten sich drei Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit den Themen Dorfplatz-Gestaltung, Kooperation zwischen den acht Ortsvereinen und Zusammenhalt im Dorf befassten. „Die Vereinsgründung fasst quasi das zusammen, was wir in den Arbeitsgruppen erarbeitet haben“, sagt Stefan Grießhaber; es habe bereits acht weitere lose Treffen von Vereinen und Lokalpolitikern seit der Dorfkonferenz gegeben. Unter anderem hat sich im März 2018 die Gruppe „Aktiv für Gey“ gebildet, in der sich 18 Personen regelmäßig unter anderem um die Sauberkeit im Ort kümmert. Ein wichtiges Projekt, bei dem sich die Dorfgemeinschaft einbringen soll, ist die Mehrzweckhalle. Sie soll für viel Geld saniert werden und sich dann als „zentraler Anlaufpunkt etablieren“.

In Vossenack gibt es ebenfalls einen Verein dieser Art, den Grießhaber „immer als sehr positiv wahrgenommen“ habe. „Es geht uns in Gey nicht darum, anderen Vereinen die Arbeit wegzunehmen, sondern Kräfte zu bündeln, Veranstaltungstermine abzustimmen“, betont Grießhaber. „Und vielleicht ist der neue Verein interessant für die, für die die aktuellen Vereine nicht das richtige Angebot bieten.“ Die acht Vereine werden auch zu den Gründungsmitgliedern zählen, Privatpersonen dürfen sich dazu aber natürlich auch melden.

Vage Ideen für die Zukunft im Ort hat „Aktiv für Gey“ um Ortsvorsteher Bolz auch bereits: So könnte ein sogenanntes Schnullercafé für Eltern mit Neugeborenen ins Leben gerufen werden und ein Hundeplatz in der Nähe des Papiercontainers entstehen.

Apropos Papiercontainer: Nach größeren Problemen mit Müllsündern (wir berichteten) hat sich nach Aussage von Paul Bolz „die Situation verbessert, ohne sie schönreden zu wollen, es wird ein großes Thema bleiben“. Kürzlich sind Windeln samt „Füllung“ zwischen Papierresten gelandet.

(cro)
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