Düren: Hospizbewegung Düren leistet Bildungsarbeit und Trauerhilfe

Düren : Hospizbewegung Düren leistet Bildungsarbeit und Trauerhilfe

Die Hospizbewegung Düren-Jülich hat ihr „silbernes“ Jubiläum erreicht. Im Foyer des Dürener Rathauses feierten die Mitglieder zusammen. Dabei stand allerdings nicht die Vergangenheit in Fokus, wie der Vorsitzender Dr. Martin Franke ausdrücklich betonte.

Man wolle nun nicht die Hände in den Schoß legen, vielmehr sieht er die Organisation als „erwachsen“ an. Es gehe darum, weiter Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft gestalten.

Franke, Vorstandsmitglied Hartmut Prüss und Schirmherr Bürgermeister Paul Larue stellten vier Mitglieder der ersten Stunde stellvertretend für die gesamte Hospizbewegung vor.

Eine von ihnen ist Gerda Graf. Eine Visionärin, die sich unter anderem die Weiterentwicklung von Pflegeheimen zu Orten mit einer gelebten hospizlichen Haltung auf die Fahne geschrieben hat. Als ständig präsente Ansprechpartnerin mit vielen neuen Ideen hat Graf vieles angestoßen und bewegt.

So auch Christa Hoppermanns: Sie hat maßgeblich an der Entwicklung von „Hospiz macht Schule“ mitgewirkt, einem Projekt, bei dem Dritt- und Viertklässlern das Thema „Leben und Tod“ nahegebracht wird.

Der Ehrenvorsitzende Dr. Hans-Heinrich Krause hat in seiner Tätigkeit als Chefarzt im Dürener Krankenhaus viele Mängel im Umgang mit Sterbenden erlebt und versucht, diese zu beheben.

Als vierter Kandidat wurde Pfarrer Toni Straeten genannt. Er ist Gründer des Vereins „Leben und Trauerhilfe“ und kümmert sich neben seiner langjährigen Tätigkeit als Krankenhaus-Seelsorger seit langem um die spirituelle Begleitung Schwerkranker und ihrer Angehörigen.

Unermüdliches Engagement

Das Quartett erhielt als Präsente Skulpturen der Künstlerin Luise Kött-Gärtner. Hartmut Prüss bedankte sich außerdem explizit bei Dr. Martin Franke für dessen unermüdliches Engagement. Der Palliativmediziner ist seit 2002 Vorsitzender der Bewegung.

Einen besonderen Abschluss fand die Veranstaltung mit der Versteigerung von einigen Werken aus dem Atelier der Künstlergruppe von Marieluise Klein, die diese kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Dabei führte die Dürener Kunsthistorikerin Dr. Alexandra Kolossa das Publikum an das Thema „Der Tod im Alltag und in der Kunst“ heran. Den Part des humorvollen Auktionators übernahm Richard Müllejans. Der Chef des Dürener Servicebetriebes holte für die Hospizbewegung, die sich weitgehend aus Spenden finanziert, den stolzen Betrag von 1495 Euro herein.

Außerdem wurden folgende Mitglieder der Hospizbewegung für ihren langjährigen Einsatz geehrt: Dr. Wilfried Bertram, Dr. Gereon Blum, Renate Bock, Eberhard Bücker, Elisabeth Cremer, Elisabeth Esser, Dr. Margret Franke, Anneliese Hermann, Käthe Hofrath, Wilma Hommelsheim, Eleonore Istas, Ralph Jung, Barbara Krause, Antoinette Leuver, Monika Linden, Mechthild Lutz-Wirz, Ursula Melvander, Irmgard Niederau, Ulla Noack, Rita Pinell, Margret Rausch, Franz-Josef Rehfisch, Ursula Rössler, Ursula Schmidt, und Renate Windelschmidt. Sieben weitere Jubilare waren verhindert, der Feier beizuwohnen.

(kel)
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