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Neue Bleibe gesucht: Hoffnungsschimmer für zehnköpfige Familie

Neue Bleibe gesucht : Hoffnungsschimmer für zehnköpfige Familie

Die Deliqis aus Arnoldsweiler haben nach unserem Bericht über ihre Notlage Anrufe und Zuschriften mit Immobilienangeboten erhalten. Heute finden Besichtigungstermine statt. Geräumt hat der Vermieter das Mietshaus noch nicht.

Sanie Deliqi klingt am Telefon vorsichtig optimistisch: Auf unseren Bericht über die prekäre Lage ihrer Familie haben sich einige Menschen gemeldet, die der zehnköpfigen Familie Immobilienangebote unterbreitet haben. „Heute finden auch Besichtigungstermine statt“, berichtet die Mutter.

Eigentlich sollte die Familie heute das Haus geräumt haben, nachdem ihr Vermieter vor rund anderthalb Jahren Eigenbedarf angemeldet hatte. Die Deliqis hatten sich umgehend auf die Suche nach einer neuen Bleibe gemacht, aber eine Absage nach der anderen erhalten, sobald sie die Zahl der Kinder angegeben hatten. Auch wiederholte Anfragen bei der Stadt Düren und Vereinen, die sich auf Großfamilien spezialisiert haben, liefen ins Leere.

Die Familie fühlt sich stigmatisiert und zu Unrecht in die Schublade „asozial“ gesteckt. Sorgen und Frustration nahmen von Woche zu Woche zu, je näher der Termin rückte, an dem sie auf der Straße zu landen drohte.

„Das Fernsehen hat sich inzwischen auch bei uns gemeldet“, erzählt Sanie Deliqi. Sie sei sich aber nicht sicher, ob sie eine so breite Streuung des Themas wolle.

In erster Linie müsse sie immer an das Wohl ihrer Kinder denken. Deshalb war auch eine Unterbringung im Obdach, die die Stadt Düren verpflichtenderweise angeboten hatte, für sie keine annehmbare Option.

Die Familie hat Beratungshilfe beantragt, um die rechtlichen Möglichkeiten auszuloten. Das laufe nur schleppend.„Ich hoffe sehr, dass wir eine Lösung finden“, schließt Sanie Deliqi.