Düren: Hoesch-Museum: Wassereinbruch verzögert die Eröffnung

Düren: Hoesch-Museum: Wassereinbruch verzögert die Eröffnung

Die Eröffnung des Dürener Leopold-Hoesch-Museums verzögert sich weiter. Der Grund: In beide Lichthöfe dringt Feuchtigkeit ein.

Zuletzt hatte es geheißen, der sanierte Altbau samt spektakulärem Anbau könnten im November diesen Jahres eröffnet werden. Jetzt spricht man im Rathaus von einem Termin kurz vor Weihnachten. Doch auch dieser Termin ist nicht sicher. Helmut Harperscheid, Leiter des Gebäudemanagements der Stadtverwaltung, bestätigte auf Anfrage, dass es am vergangenen Freitag in die Lichthöfe noch reingeregnet hat.

Geräte, die die Luft entfeuchten, laufen jetzt 24 Stunden am Tag. Auch das Glasdach des Altbaus ist noch nicht fertig. Dort wird erst Ende diesen Monats die letzte Glasscheibe eingesetzt.

Mit Wassereinbrüchen kämpft das Museum nicht erst seit Kurzem. Die Verbindung von Altbau und Neubau durch zwei lichtdurchflutete Übergänge, so genannte Lichthöfe, scheint schwieriger zu sein, als zunächst angenommen wurde. Außer Sonnenstrahlen schadet nichts so sehr der Kunst wie Feuchtigkeit. Harperscheid plädiert deshalb dafür, die Räumlichkeiten erst dann mit Kunstwerken zu füllen, wenn über einen längeren Zeitraum hinweg ein stabiles Raumklima herrscht.

Und: „Auf eine oder zwei Wochen sollte es jetzt auch nicht mehr ankommen.” Wenn erst noch eine stabile und anhaltende Trockenheit erreicht werden muss, kann sich die Eröffnung auch noch ins nächste Jahr hinziehen, so darf spekuliert werden. Die langjährige Museumsleiterin, Dr. Dorothea Eimert, hat zugesagt, noch so lange im Amt zu verbleiben, bis das Museum eröffnet ist. Dr. Eimert hat ihre normale Dienstzeit bereits verlängert. Ab 1. Januar wird ihre Nachfolgerin, Dr. Renate Goldmann, das Museum leiten.

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