Wasserverband Eifel-Rur: Hochwasserschutz am Gürzenicher Bach erst ab 2021

Wasserverband Eifel-Rur : Hochwasserschutz am Gürzenicher Bach erst ab 2021

Fast auf den Tag genau elf Jahre ist es jetzt her: Am 29. Mai 2008 sorgte ein Unwetter wieder einmal für Überschwemmungen in Gürzenich. Seitdem laufen beim Wasserverband Eifel-Rur (WVER) Planungen, den Hochwasserschutz zu verbessern und gleichzeitig den Gürzenicher Bach in der Ortsmitte ökologisch aufzuwerten.

Fast auf den Tag genau elf Jahre ist es jetzt her: Am 29. Mai 2008 sorgte ein Unwetter wieder einmal für Überschwemmungen in Gürzenich. Seitdem laufen beim Wasserverband Eifel-Rur (WVER) Planungen, den Hochwasserschutz zu verbessern und gleichzeitig den Gürzenicher Bach in der Ortsmitte ökologisch aufzuwerten. Bereits in den Jahren 2012 und 2013 sind die Anwohner der Schillingsstraße über die Pläne informiert worden. Geschehen jedoch ist seitdem nichts.

Und wie der WVER der Stadt nun mitteilt, wird es wohl auch noch geraume Zeit dauern, bis die Bagger anrollen können, denn der Antrag zum hochwassersicheren Ausbau des Gürzenicher Baches befindet sich nach wie vor im Planfeststellungsverfahren bei der Unteren Wasserbehörde des Kreises Düren. Der WVER erwartet den Planfeststellungsbeschluss im Sommer. Erst dann kann bei der Bezirksregierung ein Förderantrag für das seinerzeit mit 5,2 Millionen Euro taxierte Projekt gestellt werden. Sollte der Förderbescheid im Frühjahr vorliegen, geht der WVER jetzt davon aus, dass die Auftragsvergabe bis Ende 2020 erfolgen kann und sich die Arbeiten selbst dann auf die Jahre 2021/22 erstrecken.

Das 2013 vorgestellte Hochwasserschutzkonzept sah drei Abschnitte vor. Bis zum Zusammenfluss mit dem Trierbach soll die vorhandene Verrohrung vergrößert und teilweise neu verlegt werden. Zwischen Kallsgasse und Steinmaar soll der Bach in einem vergrößerten Bett offen fließen. Der interessanteste Bereich ist der zwischen Steinmaar und Neue Aue. Um die bei Starkregenfällen anfallenden Wassermassen aufnehmen zu können, muss der Bach tiefer gelegt und verbreitert werden. Die „kleine Schillingsstraße“ muss daher neu gestaltet werden. Mehr als 600.000 Euro will die Stadt Düren dafür zusätzlich in die Hand nehmen. (ja)

(ja)
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