Düren: Hochbetrieb in Dürens Schulen während der Ferien

Düren : Hochbetrieb in Dürens Schulen während der Ferien

Im März war Helmut Harperscheidt vom Amt für Gebäudemanagement noch optimistisch, jetzt muss er leicht bremsen, weil die Stadt zunehmend Probleme hat, Firmen für die Vielzahl der umzusetzenden Maßnahmen zu finden. Zusammen mit Hans-Willi Schroeder arbeitet er am Programm „Gute Schule 2020“.

67 Maßnahmen stehen auf der Liste, Harperscheidt und Schröder sind für 62 davon verantwortlich. „Für die Jahre 2017 bis 2020 erhalten wir knapp zwölf Millionen Euro vom Land“, erläutert Harperscheidt. Neun Maßnahmen wurden bereits abgeschlossen, vier sind aktuell in der Ausführung.

Richtig Arbeit kommt allerdings mit dem Ferien auf die Mitarbeiter zu. Allein in den Sommerferien werden 18 Maßnahmen begonnen und teils auch abgeschlossen, in den Herbstferien acht weitere. Das reicht von großen Fenstersanierungen wie in der Martin-Luther-Schule, der Hauptschule Burgauer Allee und der Grundschule im Grüngürtel bis zur Turnhallenbodensanierung (Grundschule Mutter Teresa) und einem Schallschutzprogramm für die Grundschule Im Pesch.

Besondere Herausforderungen

Die besondere Herausforderung für Harperscheidt und Schroeder: Die Maßnahmen müssen nicht nur planerisch vorbereitet werden, sondern sollen möglichst dann ausgeführt werden, wenn der Schulbetrieb am wenigsten gestört wird. Das führt dazu, dass sich alle Kommunen auf die Ferienzeiten stürzen. Helmut Harperscheidt: „Es ist wirklich ein großes Problem, Firmen zu finden, die die Arbeiten dann auch ausführen. Wir fordern oftmals 15 Firmen auf, ein Angebot abzugeben, erhalten aber nur drei oder vier Rückläufe.“

Wenn überhaupt. Harperscheidt hat es auch schon erlebt, dass Fantasiepreise verlangt wurden, um den Auftrag möglichst nicht übernehmen zu müssen. „Versuchen Sie im Moment mal einen Gerüstbauer zu bekommen — Sie werden scheitern“, sagt er. Das gelte auch, wenn man Pflasterarbeiten ausschreiben wolle. „Ein Tiefbauunternehmen zu finden, das noch in diesem Jahr größere Pflasterarbeiten durchführt, ist nahezu unmöglich.“

Das ist nur ein Problem, das vom Amt für Gebäudemanagement gelöst werden muss. Das Andere: Bei dem Tempo, mit dem die Arbeiten vorangetrieben werden, kommen andere Abteilungen nicht immer nach. So war Harperscheidt im März bei der Vorstellung der Pläne für den Umbau der Realschule Wernersstraße noch optimistisch, den Abriss des Verbindungsbaus mit Beginn der Sommerferien in Angriff zu nehmen, um ihn dann zügig durch einen zweigeschossigen Bau inklusive Aula ersetzen zu können.

Schon beim Abriss aber hakt es. Harperscheidt: „Ich habe noch keine Abrissgenehmigung. Die Baugenehmigung steht auch noch aus.“ Wie jeder Bauherr muss auch Harperscheidt die entsprechenden Bescheide einholen und im Zweifel warten. „Das klappt dann manchmal nicht so zügig, wie ich mir das wünschen würde“, sagt er.