Düren: Herrschaft des Löwen: Kulturtage auf Schloss Burgau eröffnet

Düren: Herrschaft des Löwen: Kulturtage auf Schloss Burgau eröffnet

„Der Löwe war im Mittelalter ein Zeichen der Macht und die Herrschaft über Menschen. Hier und heute ist ein Zeichen für die Macht der guten Ideen und Gedanken.” Bürgermeister Paul Larue hat Recht. Die Idee der Verantwortlichen des Lions Clubs „Düren-Marcodurum”, auf Schloss Burgau abwechslungsreiche Kulturtage zu etablieren, war mehr als gut.

Seit vielen Jahren gehören eben diese Tage mit einer spannenden Mischung aus bildender Kunst, Musik und Theater zum festen Bestandteil des Dürener Kulturlebens.

Am Freitag wurden die 13. Lions-Kulturtage auf Schloss Burgau mit einer Vernissage feierlich eröffnet. Viele hatten den Weg zur Hauptburg gefunden und genossen die Kunstwerke von Marlene Dammers, Tim Ketzer, Rainer Blum, Claudia Kallscheuer und Tina Heuter . Getreu dem Motto der Kulturtage des Lions Clubs „Dürener Köpfe” haben alle Künstler einen engen Bezug zu Düren - entweder sind sie hier geboren oder aufgewachsen.

„Wir freuen uns”, so Dr. Hagen Monath, amtierender Präsident des Lions Clubs „Düren-Marcodurum”, „dass unsere Kulturtage mittlerweile so ein großer Erfolg sind.” Und das sollen sie auch bleiben. „Wir machen weiter”, so Dr. Monath. „Wir haben das Schloss Burgau für unsere Kulturtage schon bis zum Jahr 2035 reserviert.”

„Diese Kulturtage”, ergänzte Bürgermeister Paul Larue, „sind alles andere als ein Strohfeuer, das die Dürener Kulturszene bereichert. Sie sind mittlerweile eine feste Institution und eine beständige Hilfe, auf die wir uns hier in Düren verlassen können.” Es wehe, so Larue, im Frühling eben ein Löwe über Schloss Burgau. „Und das”, so der Bürgermeister, „ist eine sehr angenehme Herrschaft.”

Der Erlös der Kulturtage kommt wie immer einem guten Zweck zu Gute, unterstützt werden diesmal die Feriencamps des städtischen Jugendamtes am Badesee, das Berufsförderungswerk in Düren für blinde und sehbehinderte Menschen, das Heinrich-Böll-Haus in Langenbroich und der „Feuerwehrfonds” des Lions Clubs „Düren-Marcodurum”, mit dem Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, schnell und unbürokratisch geholfen wird. Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass auch in diesem Jahr mit Hilfe der Kulturtage wieder rund 40.000 Euro zusammen kommen werden.

Für die Vorstellung der fünf Dürener Künstler war am Freitag die ehemalige Leiterin des Leopold-Hoesch-Museums, Dr. Dorothea Eimert, zuständig. Die Expertin lobte alle ausgestellten Arbeiten sehr. Sie sei, so Eimert, bei einer ersten Besichtigung der großen Ausstellung von den Werken regelrecht gefangen genommen worden.

Zu sehen ist die wirklich ansprechende Ausstellung übrigens bis Sonntag, 25. März, und zwar mittwochs und samstags jeweils von 14 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr. Termine für individuelle Führungen können zudem unter Tel. 02421/251347 oder Tel. 02421/ 2231937 vereinbart werden.

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