Wachstumsinitiative „AC²“: Heimische Unternehmen unter die Lupe nehmen

Wachstumsinitiative „AC²“ : Heimische Unternehmen unter die Lupe nehmen

Mit Sorge betrachtet Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) den rückläufigen Trend der Unternehmensgründungen in Deutschland.

„Es ist keine erfreuliche Entwicklung, wenn 60 Prozent der Studenten den Öffentlichen Dienst oder eine vergleichbare Anstellung anstreben, anstatt das Risiko einer Gründung zu wagen. Wertschöpfung und Wohlstandsmehrung gehen von den Unternehmen aus. Gerade Mittelständler schnallen lieber den eigenen Gürtel enger, als Mitarbeitern, die über Jahre Mitstreiter geworden sind, zu kündigen.“

Unternehmen zu unterstützen hat sich die jetzt wieder anlaufende Wachstumsinitiative „AC²“ der Gründer-Region Aachen auf die Fahnen geschrieben. Sie dient dazu, Unternehmen nach einer erfolgreichen Gründung auch in der zweiten große Phase, der des Wachstums, zu begleiten. Neben dem Kreis Düren sind zwölf weitere Träger aus der Gründer-Region Aachen dabei, sagt die Verantwortliche für die Initiative, Christina Jansen.

Doch wer Hilfe bekommt, muss diese auch annehmen und sich einem Berater öffnen, Vertrauen schenken im Sinne des Erfolgs. Ein Paradebeispiel, wie das funktionieren kann, stellt in diesem Zusammenhang die FilterCare GmbH aus Düren dar. Das Unternehmen existiert seit 1995. Zuletzt — das berichten Geschäftsführer Ralf Spies und Qualitätsmanagementbeauftragte Christina Terhardt — „stagnierten die Umsätze auf einem hohen, guten Niveau“.

Doch irgendwie blieb das Gefühl, dass das Limit noch nicht erreicht ist. „Wir haben dank der Unterstützung von oben auf das Unternehmen geschaut“, erklärt Spies. FilterCare profitierte vom Beraternetzwerk der Wachstumsinitiative, dem 200 Ehrenamtler angehören. „Man muss sich darauf einlassen“, sagt Spies. „Alle Strukturen und Daten zu zeigen, ist die einzige Chance, Dinge auf den Prüfstand zu stellen. Von neutralen Gesprächspartnern bekommt man neue Ideen.“

Der ehrenamtliche Unternehmensberater Karl-Friedrich Block betont: „Ich habe gerne mit FilterCare zusammengearbeitet, weil es — wie der Mittelstand an sich — für Zuverlässigkeit, Service und Mitarbeiterfreundlichkeit steht.“

Schon bald können sich erneut kleine und mittelständische Firmen unter die Lupe nehmen lassen. Am Donnerstag, 11. Oktober (8 Uhr), gibt es eine Infoveranstaltung im Mariaweiler Hof. Die Auftaktveranstaltung beginnt am Donnerstag, 8. November, um 18.30 Uhr („Strandwerk“ am Dürener Badesee).

(kte)
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