Heimbach: Heimbacher Open-Air-Kino startet mit Clint Eastwood

Heimbach : Heimbacher Open-Air-Kino startet mit Clint Eastwood

Jeder Ort hat seine Besonderheit, und Orte mit herausragenden Besonderheiten sucht im Land immer wieder die „Film- und Medienstiftung NRW“. Heimbach hat die idyllische Burg, das Wasserkraftwerk und neben vielen anderen Attraktionen insgesamt acht Brücken.

Was bietet sich da eher an, als den Filmklassiker „Die Brücken am Fluss“ mit Clint Eastwood und Meryl Streep zu präsentieren, der 1995 als einer der Jahrhundertfilme in die Geschichte einging?

Dieser Film wird am Samstag, 18. August, ab 21 Uhr auf einer 40-Quadratmeter-Leinwand im Heimbacher Kurpark gezeigt. Bürgermeister Peter Cremer (parteilos) ist voll guter Hoffnung, dass dann viele Kinofreunde für 135 Minuten alle Sorgen dieser Welt vergessen werden. Vorgeschaltet wird der sechsminütige Kurzfilm „Der Wechsel“, ein Förderfilm des Nachwuchsprogramms der Film- und Medienstiftung NRW.

Ständig auf der Suche

Cremer hatte bei der Vorstellung des Projektes die kulturellen Besonderheiten seiner Stadt erwähnt. Neben der Internationalen Kunstakademie und „Spannungen“ im Wasserkraftwerk Heimbach seien da noch andere Möglichkeiten, die er sich mit der Kulturinitiative Heimbach, unter ihnen das Ehepaar Renate und Karl-Heinz Augustynak, Ursula von Gagern und denen in der Stadt ansässigen Filmleuten Brit Possardt und Stephan Meyer angeschaut hat. Brit Possardt gehört zur nordrheinwestfälischen Film- und Medienstiftung, Stephan Meyer ist Filmemacher.

Die NRW-Stiftung sucht immer wieder neue Plätze, wo sie den Menschen auch auf dem Land ein Stück Filmkultur nahebringen kann. Die Verbindungen waren schnell geknüpft, die Beteiligten alle bereit. „Wir als Stadt, die auch vom Tourismus lebt, müssen die Touristen bespielen und sie bei Laune halten“, betonte Cremer.

Stephan Meyer konnte über den Film „Die Brücken am Fluss“ und insbesondere über Clint Eastwood einiges erzählen: Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Robert James Waller und Bernhard Schmid. Die Drehzeit betrug nur sechs Wochen, der Film kostete 30 Millionen Dollar und spielte das Mehrfache ein. Die Gage von Eastwood soll 15.000 Dollar betragen haben. Ursula von Gagern versprach, einige Pakete Papiertaschentücher mitzubringen, weil der Film sehr gefühlvoll daherkomme.

Vor Beginn des Films werden drei Wanderungen angeboten. Ab Nationalparktor einmal der „Historische Stadtspaziergang“ und „Brücken über die Rur“. Ab Parkplatz „Über Rur“ Wanderungen um das Heimbacher Staubecken mit Besichtigung des Jugendstil-Wasserkraftwerks. In der Kunstakademie gibt es eine Führung durch alle Räume. Vorgenannte Veranstaltungen beginnen gleichzeitig um 17.15 Uhr.

Sitzgelegenheit mitbringen

Höhepunkt ist dann der Film. Im Kurpark werden Sitzgelegenheiten aufgestellt, die wahrscheinlich nicht für alle reichen. Deshalb raten die Beteiligten, eigene Sitzgelegenheiten mitzubringen. Für das leibliche Wohl wird im Park gesorgt sein; der Eintritt ist frei. Die Parkplätze rund um den Kurpark sollten reichen.

Wie das Kino-Projekt weiter gehen soll? Peter Cremer will „am Ball bleiben“. Auch im nächsten Jahr will er sich wieder um eine Open-Air-Veranstaltung bei der Film- und Medienstiftung NRW bewerben.