Heimbach: Heimbacher Bürgermeister hat „nix mehr zu kamelle“

Heimbach : Heimbacher Bürgermeister hat „nix mehr zu kamelle“

Wenn der Bürgermeister „nix mehr zu kamelle“ hat, dann haben die Jecken die Macht ergriffen. Der Narrensturm auf das Heimbacher Rathaus erfolgte am Donnerstag um 11.13 Uhr. Doch warum eigentlich nicht um 11.11 Uhr wie geplant? Jungfrau Jolie I. (Schmitz) aus dem Kinderdreigestirn rutschte beim Umzug durch die einzelnen Ortschaften Heimbachs aus und verstauchte sich das Handgelenk.

Für solche Notfälle ist ein Arzt natürlich nicht weit, und deshalb wurde ihr kurzerhand ein Verband angelegt.

Ohnehin hätte Annette Breuer-Paulmann, Vorsitzende der Kinder-KG Heimbach, aber eine Ausrede parat gehabt: „Auf Frauen muss man nun mal warten — auf die schönsten sowieso!“ Mit Bäuerin Louisa Marie I. (Heinen) und Prinzessin Anida I. (Alija) konnte Jungfrau Jolie I. mit leichter Verspätung also doch noch Bürgermeister Peter Cremer den Rathausschlüssel abluchsen.

In einem karnevalistischen „Tanz-Battle“ zeigten die drei Mädels in unterschiedlichen Musikrichtungen ihre Künste. Applaus spendeten die Narren und Jecken der anderen Heimbacher Karnevalsgesellschaften. „Es ist einfach toll, zu sehen, wie die Leute einen begeistert anschauen“, freute sich Jungfrau Jolie I. (10). Die elfjährige Prinzessin Anida I. meinte, der Rathaussturm sei „sehr cool“ gewesen, „so wie die ganze Session bereits. Wir haben viel Spaß zu dritt — es geht aber schneller vorbei, als man denkt“.

Und Bäuerin Louisa Marie I. (12) erklärte: „Es ist eine große Ehre, den Schlüssel zu unserer Stadt Heimbach in Händen zu halten und nun über Heimbach regieren zu dürfen. Ich freue mich sehr darüber.“ Mit einem Augenzwinkern fügte sie an: „Am liebsten würden wir drei in den nächsten Tagen in Heimbach wirklich alles auf den Kopf stellen.“

(kte)