Meta und Fritz Panten feiern Eiserne Hochzeit

Ehejubiläum : Meta und Fritz Panten feiern Eiserne Hochzeit

Meta und Fritz Panten aus Vlatten feiern das seltene Fest der Eisernen Hochzeit. „Wir sind gemeinsam durch dick und dünn gegangen“, sagt Meta Panten.

Sie wurde im Jahr 1930 in Veddin im Landkreis Stolp, Pommern, geboren. Ihr späterer Gatte, Fritz Panten, kam 1928 in Damshagen, Kreis Schlawe in Pommern auf die Welt. Die Beiden lernten sich erst im Jahre 1953 kennen, nachdem sie ihre Heimat verlassen hatten.

Die Erinnerung an den Krieg und die Nachkriegszeit ist bei dem Paar noch lebendig. Fritz Panten hatte das Handwerk des KFZ-Schlossers erlernt und musste nach dem Einmarsch der Russen für die neuen Herren verschiedene Arbeiten verrichten. Nach dem Krieg arbeitete er bei einem polnischen Landwirt, bis er 1947 in das Auffanglager Arneburg transportiert wurde. Von dort ging es nach Tangermünde an der Elbe (damals DDR), wo er dienstverpflichtet wurde bei der Instandsetzung von Lokomotiven. Doch es zog ihn nach Westen: „Drei Wochen später bin ich mit meinem Rucksack über die Grenze der DDR geflüchtet.“

Bei Bergheim fand er Arbeit, er erwarb den Führerschein für PKW und LKW und war dann 28 Jahre lang beim Martinswerk Kenten, Bergheim, beschäftigt. Er transportierte Materialien mit dem LKW, und mit dem PKW chauffierte er den Chef und oft dessen Gäste.

Meta Panten, die sich an eine glückliche Kindheit in ihrem Elternhaus in Veddin erinnert, verschlug es nach der Vertreibung ebenfalls immer weiter in den Westen. Eine Tante wohnte in Bedburg, da wollte sie hin. Auf der Suche nach Arbeit, die sie in Kenten in einem Haushalt mit Gaststätte als „Mädchen für alles“ fand, lernte sie ihren Liebsten kennen.

An ihre Hochzeit erinnern sie sich gern: Durch familiäre Beziehungen wurde ermöglicht, dass sie im Gestüt Röttgen in Köln feierten. In Kenten wurden sie sesshaft und wohnten dort im eigenen Haus. Sie sind viel gereist, kennen Ostsee- und Nordseeinseln und die Berge im Allgäu. Im Jahre 2016 zogen sie „in die schöne Eifel nach Vlatten“ zu Tochter und Schwiegersohn. Hier erfreuen sie sich der guten Betreuung und der bunten Blumenpracht im gepflegten Garten.

(ale)
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