Heimbach-Vlatten: Sportheim teilweise abgebrannt

Brand in Sportheim : Die Ursache des Feuers ist noch nicht ermittelt

Die Brandermittler der Polizei waren am Montag zwar am Sportheim in Vlatten, die Behörde konnte jedoch auf Anfrage noch keine neuen Erkenntnisse mitteilen. Verein schätzt die Schadenssumme „deutlich höher“ als 10.000 Euro ein.

So bleibt auch offen, ob etwas an dem Gerücht dran ist, dass in der Nacht auf Samstag eventuell gezündete Silvesterböller den Brand am Sportplatz des TuS „Bergfried“ Vlatten ausgelöst haben.

Die Polizei ging am Wochenende von einem Schaden von etwa 10.000 Euro aus. Heino Müller aus dem „Bergfried“-Vorstand – der TuS bildet mit dem VfL Hergarten und dem SSV Heimbach die SG Nordeifel – korrigiert diese Schätzung: „Wir gehen von einer deutlichen höheren Summe aus. Wie hoch sie ausfallen wird, ergibt sich in den kommenden Tagen.“

Der TuS hatte das Sportheim erst vor mehr als zwei Jahren erweitert und vor allem das Dach energetisch saniert. Die reinen Materialkosten beziffert Müller auf 55.000 Euro, die zig Stunden Eigenleistung ausgenommen. Das Gebäude besteht aus mehreren Bereichen, gänzlich zerstört wurden Wirtschaftsräume, die damals neu installierte Industrieküche, das Materiallager für die Fußballutensilien sowie die Sanitär- und Schiedsrichterräume. Rauch, Ruß und Hitze beschädigten aber auch die anderen Räume wie etwa den Anbau und den Clubraum. „Der Dachstuhl ist auch komplett verrußt“, sagt Heino Müller.

Eigentümerin des Gebäudes ist die Stadt Heimbach, über die das Sportheim auch versichert ist. Heimbachs Bürgermeister Peter Cremer (parteilos) sagte am Montag auf Anfrage, dass die Versicherung einspringen werde. Aber auch die Stadt warte noch auf die neuesten Ermittlungsergebnisse der Kriminalpolizei.

Leiter des Einsatzes mit 33 Wehrleuten der Feuerwehr Heimbach von etwa 3.40 bis 7.30 Uhr war Hans-Paul Kruppert. Nach seinen Aussagen war es der schwerste Brand der jüngeren Vergangenheit in dem rund 900 Einwohner großen Stadtteil. Es habe jedoch das Risiko bestanden, dass das Feuer verheerender hätte ausfallen können: „Auf der Rückseite des Gebäudes steht ein Gastank, der eine größere Gefahr dargestellt hat. Wir haben den Tank direkt gekühlt.“

Gegen 9 Uhr musste die Wehr nochmals anrücken, weil es im Dachstuhl nachbrannte. Laut Kruppert sei dies „nicht unüblich“, in dem Fall aber „nicht erwähnenswert“.

(cro)
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