Heimbach: Pläne für die Zukunft vorgestellt

Neues Format „Bürgerdialog“ : Pläne für das künftige Heimbach Ortsbild vorgestellt

Rund 75 Zuhörer kommen ins Rathaus, um zu hören, wie sich Bürgermeister Peter Cremer und Planer das künftige Stadtzentrum vorstellen. Probleme werden nicht verschwiegen.

Die Sitzplätze im Sitzungssaal des Rathauses waren komplett belegt, an der Stirnseite und den Wänden standen noch zahlreiche der gut 75 Zuhörer beim „Bürgerdialog Heimbacher Stadtgespräch“. Bürgermeister Peter Cremer (parteilos) hatte dieses neue Format ins Leben gerufen, um die Bürger über den Stand der Stadtentwicklung zu informieren und damit offenbar großes Interesse geweckt.

Moderator Gotthard Kirch bat zunächst einige Referenten, die Planungen und Ideen in zehn Minuten zu erläutern. Kernpunkte waren die weiteren Planungen für den Ruruferumbau und das Ergebnis des Wettbewerbs zur Umgestaltung der Hengebachstraße. Im Kurpark und den Rurterrassen rund um das Rathaus fällt der Brunnen weg, und es sollen dort diverse Sitzgelegenheiten sowie die Möglichkeit für mehr Gastronomie entstehen. Professor Hartmut Welters erläuterte noch einmal, dass es fünf Teilnehmer am Wettbewerb gab, aus denen der Sieger gekürt wurde. Dennoch müssen die Ratsgremien noch entscheiden, ob der Auftrag wirklich an dieses Büro geht, wobei ein Hauptaugenmerk auf Kosten und Wirtschaftlichkeit gelegt werde. Auch wurde klar gemacht, dass keinesfalls „morgen die Bagger anrücken“, vielmehr ab jetzt noch diverse Abstimmungsprozesse anstehen. Dabei geht es nicht zuletzt darum, eventuelle Zuschüsse aus den entsprechenden Töpfen der Landesregierung zu erhalten. Frank Flor vom prämierten Planungsbüro stellte dann einige Details der Konzepte vor: Dazu gehören hängende Lampen ohne Laternenpfähle, kleine „Platzsituationen“, wobei auf jedem Platz spezifische Baumsorten gepflanzt werden können, Lichteffekte im Boden, ein Trinkwasserbrunnen und eventuell ein Fontänenfeld.

Schließlich brachte Bürgermeister Cremer ein weiteres Problem zur Sprache. Die Verrohrung des Heimbaches entlang der Hengebachstraße ist auf einer Strecke von 900 Metern zu eng ausgelegt, um ein denkbares „Jahrhunderthochwasser“ aufnehmen zu können. Dies kann auf mehrere Arten behoben werden, die aber alle aufwändig sind. „Und solange wir unten nicht fertig sind, können wir oben nicht anfangen.“ In der anschließenden intensiven Diskussion brachten die Bürger zahlreiche Bedenken, so etwa zur geplanten Straßenbreite, zu Gehör. Die Vertreter der Verwaltung nahmen außerdem einige konstruktive Vorschläge zur weiteren Bearbeitung auf.

(kel)
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