Kreis Düren: Hauptschulen Kreuzau und Nörvenich vermutlich vor dem Aus

Kreis Düren: Hauptschulen Kreuzau und Nörvenich vermutlich vor dem Aus

„Die Dinge liegen eigentlich ziemlich klar fest”, sagt der Nörvenicher Bürgermeister Hans-Jürgen Schüller. „Die Hauptschule Nörvenich hatte neun Anmeldungen, aber nur sechs aus dem eigenen Gemeindegebiet Kreuzau hatte ebenfalls sechs Anmeldungen, Vettweiß elf.”

Deswegen hat, wie berichtet, die Bezirksregierung in Köln nur der Hauptschule in Vettweiß die Genehmigung erteilt, für das kommende Schuljahr eine Eingangsklasse einzurichten. „Wir müssen davon ausgehen”, so Schüller, dass die Hauptschulen langfristig nicht überleben werden.”

Schüller glaubt auch nicht, dass das Modell Vettweiß, wie er es nennt, überleben wird. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass viele Eltern ihr Kind anstatt nach Nörvenich nach Vettweiß schicken werden. Aber das müssen wir abwarten.” Schüllers größte Sorge ist, dass für die 150 Schülerinnen und Schüler der Nörvenicher Hauptschule eine „vernünftige Übergangslösung” gefunden wird. „Das ist nämlich die größte Sorge der Eltern.” Von der Bezirksregierung, so Schüller, sei zumindest die mündliche Zusage gekommen, dass der Schulbetrieb zumindest in den nächsten drei Jahren normal weiter laufen würde. Schüller: „Im letzten Jahr muss es dann vermutlich eine Kooperation mit der Hauptschule Vettweiß geben.”

Walter Stolz, allgemeiner Vertreter des Kreuzauer Bürgermeisters, glaubt, dass es demnächst „für den Südkreis eine gemeinsame Lösung” geben wird. Stolz: „Wie die aussehen wird, kann ich jetzt schwer sagen . Wir brauchen aber jedenfalls eine Lösung, die langfristig tragbar ist.” Stolz kann sich nicht vorstellen, dass es eine gemeinsame Haupt- oder Realschule geben wird. Walter Stolz: „Ich denke eher, dass diese Lösung in Richtung Gemeinschaftsschule gehen muss.” Die Gemeinde Kreuzau wird demnächst jedenfalls alle Eltern, die ihr Kind an der dortigen Hauptschule angemeldet hatten, über die neue Regelung informieren. Die Gemeinde Vettweiß wird ein Schulbeförderungsangebot für die Kinder aus Nörvenich und Kreuzau schaffen, damit alle Kinder gut und sicher dort hin kommen.

Der Vettweißer Bürgermeister Josef Kranz ist zunächst sehr froh, dass der Schulstandort Vettweiß gesichert ist. „Natürlich gilt das jetzt zunächst für das Schuljahr 2011/2012. Trotzdem war das immer genau das, was wir wollten.” Wie es danach weiter gehen wird, so Kranz, müsse man abwarten. „Um eine endgültige Entscheidung zu treffen, müssen wir ja auch den Schulentwicklungsplan des Kreises Düren abwarten.