Langerwehe: Harfe, Bass und Dudelsack: „Daun Ensemble“ im Töpfereimusuem

Langerwehe: Harfe, Bass und Dudelsack: „Daun Ensemble“ im Töpfereimusuem

Im Rahmen der Konzertreihe „Tonspuren“ stellt am Montag, 22. September, 20 Uhr das „Daun Ensemble“ seine neue CD im Töpfereimuseum Langerwehe vor.

Geboten wird Musik zwischen „dag und düster“: sanfte Harfentöne, derbe Dudelsack-Klänge, ein tanzender Kontrabass, Improvisationen über historische Melodien, Elemente aus französischem Bal Folk und deutschem Barock, skurrile Texte über Hexen und Hamlet.

Im „Daun Ensemble“ spielen die Brüder Rafael Daun (Gesang, Cornemuse Béchonnet, Northumbrian Smallpipes, Cister) und Tom Daun (Keltische und Böhmische Harfe, Arpa Paraguaya) mit dem englische Kontrabassisten David Leahy.

Magisch und mehrdeutig

Das Ensemble bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Alter Musik, Folk und Improvisation: traditionelle Melodien in zeitgenössischem Arrangement, neue Kompositionen für „alte“ Instrumente, verspielt und augenzwinkernd, magisch und mehrdeutig. Als musikalische Quellen dienen Liedsammlungen und Tanzbücher zwischen Renaissance und Romantik. Besonders ergiebig die Notenblätter des Johann Dietrich Dahlhoff, der im 18. Jahrhundert als Küster, Kantor und Totengräber in der westfälischen Gemeinde Dinker (Kreis Soest) wirkte.

Auf über 1400 Seiten zeichnete der fleißige Musikant Tanzmelodien seiner Zeit auf: dörfliche Gebrauchsmusik mit stilistischen Einflüssen aus barocker Kunst und Volkstradition. Einige Melodien der Sammlung benutzt das Ensemble, um Gedichte von Dahlhoffs Zeitgenossen Ludwig Hölty zu vertonen.

Tickets gibt es für 15 Euro und können unter Telefon 02423/4446 reserviert werden.