Längerfristig weggesperrt: Häusliche Gewalt endet für 32-Jährigen im Gefängnis

Längerfristig weggesperrt : Häusliche Gewalt endet für 32-Jährigen im Gefängnis

Die Möglichkeiten des neuen Polizeigesetzes mussten die Dürener Beamten am Wochenende voll ausschöpfen. Ein Mann hatte seine Partnerin verprügelt und angekündigt, trotz patrouillierdender Streifen wiederzukehren.

Bis weit nach dem Jahreswechsel wird der 32-Jährige hinter schwedischen Gardinen untergebracht sein und Zeit zum Nachdenken haben. Der uneinsichtige Gefährder, ein der Polizei bereits bekannter Mann aus dem Dürener Nordkreis, hatte am zweiten Weihnachtstag zum wiederholten Mal seine Lebensgefährtin angegriffen.

Während die eingesetzten Beamten die sichtlich verletzte Frau betreuten und die erforderlichen Angaben aufnahmen, meldete sich der kurz zuvor geflüchtete Tatverdächtige per Telefon. In diesem Telefonat teilten ihm die Beamten mit, dass er sich für zehn Tage nicht mehr der gemeinsamen Wohnung zu nähern habe. Mit drastischen und aggressiven Worten kündigte der Beschuldigte jedoch an, dass ihm das ziemlich egal sei. Es kam, wie es kommen musste:

Die Polizei kam wegen der Drohung nicht umhin, die Wohnung der Geschädigten mehrfach zu überprüfen und dabei tatsächlich fündig zu werden. Schon einen Tag später, am 27. Dezember wurde der 32-Jährige innerhalb der Wohnung angetroffen und heraus geholt.

Da er weiterhin vollmundig ankündigte sich auch zukünftig nicht an die polizeiliche Anordnungen halten zu wollen, setzte die zuständige Polizeiwache die im Polizeigesetz aufgenommene Möglichkeit in die Tat um, den Schutz des Opfers durch eine längerfristige Unterbringung des gewaltbereiten Mannes zu sichern.

Bis zu zehn Tage konnte die Polizei jetzt eine Inhaftnahme zur Gefahrenabwehr veranlassen. Versehen mit einer zuvor eingeholten richterlichen Bestätigung wurde der Beschuldigte am Samstag einem der dafür im Land eingerichteten Zentralgewahrsame zugeführt. Die strafrechtlichen Ermittlungen gegen ihn dauern weiter an.

(red/pol)